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Demografiebericht
„Seltsam ist Propheten Lied, doppelt seltsam, was geschieht.“
Mit diesen wenigen Worten beschreibt Johann Wolfgang von Goethe sehr zutreffend, wie schwierig es ist, Prognosen zu stellen. So geht es auch uns, wenn wir uns die Frage nach den Auswirkungen des demografischen Wandels stellen. Wir wissen, dass sich die Altersstruktur der Bevölkerung ändert. Wir können recht genau ermitteln, wie viele Menschen in welchem Alter künftig in Deutschland leben werden. Wir haben die Auswirkungen auf unsere Sozialsysteme berechnet und bereits einen demografischen Faktor in der Rentenversicherung eingeführt.
Wir wissen auch, dass der demografische Wandel unseren Alltag verändern wird: Im Wohnen, bei der Arbeit, in Kultur und Freizeit. Und wir dürfen erwarten, dass die Veränderungen gravierend sein werden. Aber was genau wird auf uns zukommen? Und wie können wir als Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachleute in unserer Verantwortung für die Zukunft bereits heute die richtigen Weichenstellungen vornehmen?
Dieser demografische Bericht möchte das wiedergeben, was die Landkreisverwaltung vom demografischen Wandel erwartet. Die Aufgaben des Landkreises wurden dazu in Handlungsfelder strukturiert, in denen die Sachverhalte kurz und prägnant beschrieben sind. Es werden bewusst Handlungsoptionen dargestellt, um bereits heute zu zeigen, welche Sachverhalte wir in den Kreisgremien in absehbarer Zeit zu behandeln haben.
Der Erkenntnis Goethes folgend, erhebt dieser Bericht nicht den Anspruch, die Zukunft zutreffend zu beschreiben. Er soll stattdessen Grundlagen vermitteln und zum Nachdenken anregen, in der Hoffnung, den politischen Umgang mit dieser Thematik positiv zu inspirieren.
Karlsruhe, im Dezember 2008
Dr. Christoph Schnaudigel
Landrat

