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02.08.2021

Spatenstich für den Neubau des Heinrich-Wetzlar-Hauses in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee

Justizministerin Marion Gentges betont Wichtigkeit der bundesweit anerkannten Einrichtung

Vor 37 Jahren startete das Heinrich-Wetzlar-Haus in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee als Pilotprojekt mit dem Justizministerium Baden-Württemberg, um straffällig gewordene Jugendlichen bis zur Hauptverhandlung intensiv zu betreuen. „Wir sind überzeugt von der hier geleisteten professionellen und engagierten Arbeit, die jungen Männern zwischen 14 und 17 Jahren die einmalige Chance bietet, ihr Leben neu auszurichten. Das Gebäude Heinrich-Wetzlar-Haus ist in die Jahre gekommen, das Angebot jedoch so stark nachgefragt wie eh und je. Eine neue Unterbringung war zwingend erforderlich, um das Angebot weiterführen zu können und es konzeptionell wie auch räumlich neu aufzustellen. Heute legen wir dafür den Grundstein.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Gäste, die am Freitag, 30 Juli, zum Spatenstich in die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee gekommen waren. Ehrengast war die Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges.

Zwischen der Jugendeinrichtung, dem Landkreis Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg als Träger dieser bundesweit anerkannten Institution zur Vermeidung von Untersuchungshaft bestand Einigkeit, das Angebot weiterzuführen. Eine Auslastung von 95% der insgesamt 14 zur Verfügung stehenden Plätze lässt nach Ansicht der Beteiligten überhaupt keinen anderen Schluss zu. Damit dieses erfolgreiche Angebot weiterhin langfristig in der Jugendeinrichtung Bestand haben kann, erhält es ein neues Gebäude, das in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Architekturbüro Roger Strauß realisiert wird.

Ministerin Marion Gentges bezeichnete das Heinrich-Wetzlar-Haus als Vorzeigeprojekt, das von ihrem Ministerium aus voller Überzeugung unterstützt wird. Sie zeigte sich beeindruckt von der dort geleisteten Arbeit, von der sie sich zuvor bei einem Rundgang einen persönlichen Eindruck verschaffen konnte.

„Der Neubau des Heinrich-Wetzlar-Hauses dient den jungen Männern als letzte Brücke vor einer eventuellen Haftstrafe“, veranschaulichte Geschäftsführer Jens Brandt. „85 % unserer Jugendlichen erhalten in der Gerichtsverhandlung eine Bewährungsstrafe, was den Erfolg der Einrichtung deutlich macht.“

Zum Abschluss dankten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Geschäftsführer Jens Brandt Justizministerin Marion Gentges für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihrem Ministerium und das Bekenntnis zum Heinrich-Wetzlar-Haus sowie der Stadt Stutensee, die durch Bürgermeister Edgar Geißler vertreten war, für die umfassende Unterstützung in den zurückliegenden Jahren. Ihr ausdrücklicher Dank galt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gesamten Jugendeinrichtung Schloss Stutensee, für deren wertvolle Arbeit.