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Straßenbetriebsdienst braucht gute Arbeitsbedingungen

Kreistag beschließt Straßenmeistereien Bruchsal und Ettlingen vom Land zu kaufen und zu modernisieren

760 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen betreut der Straßenbetriebsdienst des Landkreises. Er kontrolliert nach strengen Dienstplänen den Zustand, sorgt für saubere und eisfreie Straßen, erledigt Grünschnittarbeiten, kleinere Reparaturen und ist in Notsituationen wie z.B. bei einer Ölspur schnell vor Ort. Drei Stützpunkte, davon zwei im Norden mit Bruchsal und Bretten sowie einer im Süden mit Ettlingen sind eingerichtet. Die Zuständigkeit kam mit der Verwaltungsstrukturreform zum Landkreis Karlsruhe, wobei die Liegenschaften in Bruchsal und Ettlingen im Eigentum des Landes Baden-Württemberg bzw. im Fall Bretten der Bundesrepublik Deutschland blieben und von diesen seitdem angemietet werden. Hergestellt wurden die Gebäude in den 1970er Jahren in standardisierter Typenbauweise. Die Arbeitstechniken im Betriebsdienst haben sich seither jedoch stark verändert, weshalb aus betrieblichen Aspekten, aber auch bedingt durch Weiterentwicklung der Organisations- und Personalstruktur die Liegenschaften grundlegend modernisiert werden. „Da das Land seiner Pflicht nicht nachkommt, sein Eigentum in ordnungsgemäßem Zustand zu halten, wir aber als Landkreis zur Erfüllung unserer Pflichtaufgaben gute Arbeitsbedingungen haben müssen, müssen wir handeln“, trug Landrat Dr. Christoph Schnaudigel vor. Der Ausschuss für Umwelt und Technik und der Verwaltungsausschuss beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit Überlegungen zur Neukonzeption der Straßenmeistereien; der Kreistag überzeugte sich im Rahmen einer Kreisbereisung vor Ort über die Situation. Das neue Standortkonzept sieht weiterhin drei Standorte in Bruchsal, Bretten und Ettlingen vor. Der Standort Bretten genügt den Anforderungen des Straßenbetriebsdienstes. Mit einem Neubau in Bruchsal, einer Modernisierung in Ettlingen und einem neuen Winterdienststützpunkt zur Lagerung und Nachladung von Salz und Sole im nordöstlichen Landkreis wäre der Straßenbetriebsdienst für die Zukunft gut aufgestellt.

Der Kreistag beschloss nun in seiner jüngsten Sitzung vom 9. Mai, die Liegenschaften in Bruchsal und Ettlingen vom Land zu erwerben. In einem ersten Schritt soll dann jeweils die Salzhalle mit entsprechender Fördertechnik neu gebaut werden, danach können – nach durchzuführenden Kostenvergleichen von Sanierung und Neubau - die alten Gebäude ersetzt bzw. saniert werden. Als reine Baukosten werden für die beiden Stützpunkte jeweils 11 Mio EUR kalkuliert, für den zukünftigen zusätzlichen Winterdienststützpunkt Nord-Ost 1,3 Mio EUR.