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12.04.2019

'Brustkrebsfrüherkennung und Vorsorge, was Frau für sich tun kann'

Informationsveranstaltung im Landratsamt Karlsruhe

Unter dem Titel „Brustkrebsfrüherkennung und Vorsorge, was Frau für sich tun kann“ fand am 9. April eine weitere Informationsveranstaltung in Kooperation mit dem Mammographie Screening Karlsruhe im Landratsamt statt. Informationen rund um das Thema Vorsorge, insbesondere Brustkrebsfrüherkennung, standen auf dem Programm der Infoveranstaltung. Astrid Stolz, Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt Karlsruhe verwies in ihrer Begrüßung auf die Bedeutung der Vorsorge für die eigene Gesundheit. Dr.med. Margit Deinzer, Programmverantwortliche Ärztin im Mammographie Screening Karlsruhe referierte zunächst zum Thema „Brustkrebsfrüherkennung“. Rund 72.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Brustkrebs. Viele Faktoren, wie hormonelle Veränderungen, Lebensgewohnheiten oder Umwelteinflüsse spielen bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle, ebenso wie genetische Faktoren. Das Wichtigste für eine gute Prognose der Erkrankung ist das rechtzeitige Erkennen des Tumors. Hier spielt das Mammographie Screening, als qualitätskontrolliertes und zertifiziertes Programm, eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Brustkrebs. Viele der im Screening entdeckten Tumore sind sehr klein oder die Vorstufen eines invasiven Tumors. Modernste Technik und spezielles geschultes Fachpersonal sind für die hohe Qualität der Bilder unverzichtbar. Frau Dr. Deinzer erklärte wie wichtig die regelmäßige Teilnahme am Mammographie Screening ist. Die Röntgenbilder können dann mit den Voraufnahmen verglichen werden, um so Veränderungen in der Brust schneller zu erkennen. Nicht jede neu aufgetretene Veränderung bedeutet Brustkrebs, sollte aber dennoch abgeklärt werden.

Anschließend folgte ein weiterer Vortrag „Aus Fürsorge – Vorsorge“ mit Prof. Dr. med. Jürgen Wacker, Ärztlicher Direktor der Frauenklinik und des seit dem Jahr 2007 bestehenden zertifizierten Brustzentrums an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal. Er betonte noch einmal, dass das Mammographie Screening die Methode der Wahl bei der Brustkrebsfrüherkennung ist und auch durch einen Bluttest in naher Zukunft nicht ersetzt werden kann. Krebszellen entstehen jeden Tag in unserem Körper, das wir nicht daran erkranken, verdanken wir unserem Immunsystem. Körperliche Aktivität und gesunde Ernährung stärken das Immunsystem. Auch auf ausreichende Vitamin D Zufuhr sollte geachtet werden, gerade in den Wintermonaten. Fazit: Wir können die Entstehung von Krebs nicht verhindern, aber wir können selbst viel dafür tun das Risiko zu senken.

Abschließend stellte Dr. Priska Nikièma von der Fürst-Stirum Klinik Bruchsal die Mamma Care Methode vor. Kurse werden etwa vierteljährlich in den Räumlichkeiten der Klinik in Bruchsal angeboten. Speziell ausgebildete Trainerinnen leiten Frauen in diesen Schulungen an ihre Brust zuhause regelmäßig selbst abzutasten. Es ist erwiesen, dass Frauen davon profitieren und Veränderungen in ihrer Brust früher wahrnehmen. Während der Vorträge und auch im Anschluss waren viele Fragen und Anliegen der Zuhörerinnen zu beantworten.

Ansprechpartnerin im Mammographie-Screening Karlsruhe ist Kathrin Spieler, telefonisch unter 0721 / 6807870 bzw. E-Mail info@mammographie-ka.de und im Landratsamt Karlsruhe Astrid Stolz unter gleichstellungsbeauftragte@landratsamt-karlsruhe.de.