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30.06.2022

Die Notfalldose im Kühlschrank gibt dem Rettungsdienst künftig wichtige Hinweise zum Patienten

Im Landkreis Karlsruhe werden die ersten 5.000 Stück ausgegeben

Die Geschäftsstelle der kommunalen Gesundheitskonferenz des Landkreises Karlsruhe verteilt an Pflegestützpunkte und Gemeinden 5.000 Notfalldosen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Karlsruhe e.V. für den Landkreis Karlsruhe zugeschnitten. Die Dosen sollen im Notfall dem Notarzt und Rettungsdienst einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten geben.

Für Rettungsdienst und Notärzte ist es oft schwierig, im Notfall wichtige Informationen über den Patienten und ihre Kontakte zu erhalten. Das soll die Notfalldose ändern: Sie wird präventiv befüllt, an einem einheitlichen Standort abgestellt und der Rettungsdient kann selbstständig im Notfall auf diese zugreifen, um entsprechend zu helfen. Die Dose enthält ein Einlegeblatt, auf dem unter anderem dokumentiert wird, welche Medikamente eingenommenen werden und verordnet sind, aber auch die Anschrift von nahen Verwandten, die im Notfall verständigt werden sollen und die weitere Auskünfte geben können. Denn das ist in der Praxis oft ein großes Problem. Mit der Notfalldose haben die Rettungskräfte eine Übersicht. Die Medikamentenliste gibt den Ärzten und dem Rettungsdienstpersonal einen ersten Überblick über mögliche Vorerkrankungen des Patienten. Für die Aktualisierung des Einlegeblattes ist jeder Patient selbst verantwortlich und muss dieses gegebenenfalls zeitnah korrigieren.

Damit die Notfalldose einen einheitlichen Standort hat und im Notfall schnell gefunden werden kann, wird diese im Kühlschrank aufbewahrt. Durch einen Aufkleber auf der Innenseite der Wohnungstür sowie einen weiteren Aufkleber auf der Kühlschranktür wird darauf hingewiesen, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Zusätzlich werden Aufkleber beigelegt, die auf das Telefon geklebt werden können und die Notrufnummer 112 nochmals verdeutlichen.

Verteilt werden die Notfalldosen zunächst über die Bürgerbüros der Gemeinden sowie über die Pflegestützpunkte im Landkreis Karlsruhe.