Seiteninhalt
27.10.2021

Herausforderungen in der Pflege

Erste Kommunale Pflegekonferenz im Landkreis Karlsruhe fand sehr gute Resonanz

Mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfreute sich der Auftakt der Kommunalen Pflegekonferenz im Landkreis Karlsruhe einer erfreulich guten Resonanz. Akteurinnen und Akteure von ambulanten und stationären Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, Vertreterinnen und Vertreter der Kranken- und Pflegekassen sowie von Selbsthilfegruppen trafen sich am vergangenen Montag in der Pestalozzi-Halle in Graben-Neudorf, um sich über die Herausforderungen in der Pflege angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft zu informieren und Bedarfe und Handlungsempfehlungen zu formulieren.

„Die Zukunft in der Pflege liegt nicht nur in den Heimen, sondern in bedarfsbezogenen, wohnortnahen Angeboten, die den Sozialraum miteinschließen“, beschrieb der Erste Landesbeamte Knut Bühler in Vertretung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Intention der Veranstaltung.

Keynote-Speaker Dr. Eike Wenzel - einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und Gründer und Leiter des Institutes für Trend- und Zukunftsforschung sowie Mitglied des Nachhaltigkeitsrates der Landesregierung Baden-Württemberg -  ging auf die 15 Megatrends ein, die die Zukunft maßgeblich beeinflussen. Insbesondere die Trends demografischer Wandel, Gesundheit und Digitalisierung werden erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Pflege haben.

Die Mitarbeiterinnen vom Amt für Versorgung und Rehabilitaton berichteten von den aktuellen Entwicklungen, beispielsweise in den Pflegestützpunkten, in der Quartiersentwicklung oder in Bezug auf den Pflegeplatzmanager, eine digitale Plattform für Entlass-, Aufnahme- und Überleitungsmanagement.

Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im „Parcours der Beteiligung“ einbringen. In den Arbeitsgruppen „Bestandsaufnahme im Vor- und Umfeld von Pflege im Quartier – was hat sich bewährt, was fehlt, was können Sie beitragen?“, „Lebensqualität Älterer im Quartier: Was gibt es, was braucht es, was ist geplant – was hat Quartier mit Pflege zu tun“, „Von der Konkurrenz zur Kooperation“ und „Wünsche an die Pflegekonferenz“ hinterließen die Teilnehmenden zahlreiche Wünsche und Empfehlungen, die in die nächste Pflegekonferenz einfließen.

Ziel der Pflegekonferenz ist, quartiersnahe, leistungsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Pflege- und Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Das zukunftsweisende Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert. Die nächste Veranstaltung ist für Frühjahr 2022 geplant.