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27.07.2022

Landrat auf Gemeindebesuch in Gondelsheim

Sachstandsbericht zum Bahnübergang, Öffentlicher Personennahverkehr und Kliniken als Themenschwerpunkte

Bei seinen regelmäßigen Gemeindebesuchen, von denen er drei bis vier pro Jahr macht, informiert sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel über das Geschehen vor Ort und tauscht sich mit den Mitgliedern des Gemeinderats über die aktuelle Kreispolitik aus. Sein jüngster Besuch führte ihn am Montag, 25. Juli, nach Gondelsheim.

Im Mittelpunkt stand dabei der Austausch mit den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass die Kreiskliniken in Bretten und Bruchsal aufgrund der coronabedingten Ausgleichszahlungen wirtschaftlich vergleichsweise gut dastehen, auch wenn die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht habe. Das medizinische Spektrum an beiden Standorten sei miteinander abgestimmt, um Doppelstrukturen zu vermeiden und spezialisierte Angebote machen zu können. „Das war der richtige Weg. Anders hätten wir nicht nur keine Förderung beispielsweise für den Neubau der Rechbergklinik bekommen, sondern hätten auf dem hart umkämpften Krankenhausmarkt ohne spezialisierte Angebote die Standorte über kurz oder lang nicht halten können“, zog Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ein zufriedenstellendes Fazit zur aktuellen Entwicklung der Kliniken.

Ebenfalls zuversichtlich stimmte ihn die Entwicklung im Öffentlichen Personennahverkehr. Das Karlsruher Modell mit attraktiven Verbindungen zu den großen Zentren Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Stuttgart sei mit dem neuen Verkehrsvertrag mit der AVG für die nächsten 15 Jahre gesichert und bringe zudem zahlreiche Verbesserungen: zusätzliche Fahrten sorgen für eine engere Taktung und auf manchen Strecken werden Fahrzeiten deutlich reduziert. Bürgermeister Markus Rupp bemerkte dazu, dass auch das 365-Euro-Ticket für Jugendliche ab März 2023 für eine zusätzliche Attraktivität des ÖPNV sorge. Einigkeit herrschte darüber, dass daneben Investitionen in die Infrastruktur dringend nötig seien, denn die Leistungsfähigkeit ist auf vielen Strecken ausgeschöpft.

Auf großes Interesse stießen die Ausführungen des Landrats zur Beseitigung des Bahnübergangs in Gondelsheim, das größte Projekt in der Gemeinde und ein tägliches Ärgernis für die Verkehrsteilnehmer. „Wir mussten die Planungen modifizieren, um den zusätzlichen Anforderungen des Denkmal- und Hochwasserschutzes sowie den neuen Vorgaben für den barrierefreien Ausbau der Haltepunkte gerecht zu werden. Nun liegt uns eine aktuelle Planung vor, die alle Aspekte angemessen berücksichtigt und bei der die Eingriffe so gering wie möglich sind“. Die Gremiumsmitglieder wollten natürlich wissen, wann es mit dem Bau endlich losgehe, doch eine seriöse Angabe lässt sich dazu nicht machen. „Wenn wir die Planfeststellungsunterlagen wie geplant nächstes Frühjahr einreichen, können wir einen Planfeststellungsbeschluss realistisch gesehen im Jahr 2025 erwarten, im Optimalfall ohne gravierende Änderungen und Ergänzungen. Eine Klage gegen den Beschluss ist immer möglich und das könnte den Baubeginn natürlich verzögern“, skizzierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel den Rahmenzeitplan.

Bürgermeister Markus Rupp sicherte zu, weiterhin engen Kontakt mit der Landkreisverwaltung zu halten, insbesondere um frühzeitig die Möglichkeiten zu eruieren, den Anschluss des Schlossbuckel während der Bauphase sicherzustellen.

Zum Abschluss dankte er Landrat Dr. Christoph Schnaudigel für den offenen Austausch.

Zuvor hatte ein Besuch bei der Firma Secon Secon Kältetechnik GmbH stattgefunden, die sich auf industrielle Kühlung mit natürlichen Kältemitteln spezialisiert hat. Kein anspruchsvoller Produktionsprozess funktioniere ohne Kühlung, sei es in der Pharmabranche, bei der Lebensmittellogistik oder in Rechenzentren, berichtete Geschäftsführer Joachim Schadt. Im Gegensatz zu den zahlreichen Konkurrenten, die synthetische Kältemittel im Einsatz haben, setzt Secon auf natürliche Kältemittel wie Propan. Eine Temperaturspanne zwischen -30 Grad bis +20 Grad können die Kühlgeräte leisten, die sowohl seriell, als auch auf speziellen Kundenwunsch einzeln gefertigt werden. Geliefert wird hauptsächlich für Deutschland, Österreich und die Schweiz, erfuhr Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.