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Nahwärmekonzeption Bruchsal Süd

Das Gewerbliche Bildungszentrum Bruchsal befindet sich im Untersuchungsgebiet der Nahwärmekonzeption „Bruchsal Süd“. Die Nahwärmekonzeption für dieses Areal wurde abgeschlossen. Die begleitende Umsetzung (Planung) wird über das KfW-Förderprogramm „Sanierungsmanagement“ kofinanziert. Die bauliche Umsetzung des Nahwärmenetzes wird über das Bundesförderprogramm „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ mit 80% bezuschusst. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 3,3 Millionen € (netto). Das Bundesumweltministerium beteiligt sich in Höhe von 2,6 Millionen € an den Projektkosten.  Neben der innovativen Wärmeerzeugung spielt dabei auch die interkommunale Zusammenarbeit der Projektpartner (die Stadt Bruchsal, die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal, die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe) eine wesentliche Rolle.

Das „Gewerbliche Bildungszentrum“ besitzt innerhalb des angedachten Versorgungsgebietes den größten Wärmebedarf. Aus diesem Grund wird die Hauptwärmeerzeugung auf dem Grundstück der Balthasar-Neumann-Schule installiert, um die Wärmeverluste des Nahwärmenetzes auf ein Minimum zu senken. Der zweite Einspeisungspunkt in das Wärmenetz wird über die Konrad-Adenauer-Schule der Stadt Bruchsal realisiert. Als Anschlussnehmer im Versorgungsgebiet wäre die Investition in eine eigene Wärmeerzeugung und deren Betriebsführung nicht mehr erforderlich. Zusätzlich bietet die ökologische Wärmeerzeugung (hoher regenerativer Anteil mit niedrigem Primärenergiefaktor) bei einer baulichen Sanierung der Gebäudehülle einen höheren gestalterischen Freiraum zur Einhaltung der aktuellen Gesetzgebung (EnEV, EEWärmeG und EWärmeG). Neben einer thermischen Freiflächensolarthermieanlage und einem Gasspitzenlastkessel, wird die Grundlast über ein Biogas-Blockheizkraftwerk und Holzfeuerungsanlage (Hackschnitzel + Pellet) abgedeckt. Das geplante Nahwärmenetz wird überwiegend mit erneuerbaren Energieträgern aus der Region betrieben. Die CO2-Einsparung gegenüber fossilen Energieträgern liegt bei 1.625 Tonnen/Jahr (79%).

Im Zuge der innerörtlichen Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Nahwärmeleitungen, werden entsprechende Leerrohre zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur mit vorgesehen. Somit werden Synergieeffekte genutzt, Mehrwert geschaffen und die Infrastrukturkosten auf ein Minimum reduziert.