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Asiatische Tigermücke

Merkmale:

  • Größe: 0,4 - 0,9 cm
  • Deutliche schwarz-weiße Färbung
  • Vorderer Rückenbereich mit deutlichem weißen Streifen
  • Hinteres Beinpaar mit 5 weißen Ringeln, letzter Ringel ist weiß                                                                                      
  • Ungefleckte Flügel

Verdächtige Mückenfunde bitte melden an:
Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. (KABS e.V.)

Versenden der Probe:

  • in kleinem, verschließbarem Gefäß (z. B. Streichholzschatel oder kleine Plastikdose) lebend gefangene Mücken in einem Gefäß über Nacht ins Gefrierfach stellen
  • Angabe von Name, Kontaktadresse und E-Mail, sowie Ort und Zeitpunkt des Mücken-Fundes
  • Alternative zum Versenden: Foto der Oberseite der Mücke (neben Lineal zur Abschätzung der Größe) per E-Mail an die oben stehende Adresse schicken

Was passiert nach Einsendung und bestätigtem Tigermückenverdacht?
Der Ort des Fundes wird abgesucht, u. a. benachbarte Friedhöfe, Gärten, andere potentiellen Brutstätten. Findet sich dort kein weiterer Nachweis, wird das Gebiet nicht mehr weiter verfolgt. Bei einem Nachweis werden Bekämpfungsmaßnahmen veranlasst.

Brutstätten

Brutstätten - Asiatische Tigermücke
Brutstätten - Asiatische Tigermücke

Die Tigermücke legt ihre Eier oberhalb kleinster Wasseransammlungen ab. Typische Beispiele sind Gebrauchtreifen, Regentonnen, Grabvasen oder Vogeltränken. Steigt der Wasserpegel geraten die Eier ins Wasser und die Larven schlüpfen. Die Eier können Trockenperioden mehrere Monate überstehen und überdauern auch den Winter.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            

Wichtige Maßnahmen zur Verhinderung der Eiablage:

  • Regentonnen abdichten
  • Vogeltränken, Planschbecken etc. regelmäßig leeren und reinigen
  • Ungenutzte Behälter umdrehen (Grabvasen, Eimer, Gießkannen)
  • Wasseransammlungen vermeiden

Lassen sich Wasseransammlungen nicht vermeiden (beispielsweise Ablaufgitter), können diese Bereiche mit Bti-Tabletten (Bacillus thuringiensis israelensis) behandelt werden.
 
Fragen sie bei ihrer zuständigen Gemeinde nach, ob diese Bti-Tabletten ausgibt.

Bekämpfung

Die Tigermücke besitzt eine hohe Anpassungsfähigkeit und breitet sich stetig aus. Zusätzlich wird sie immer wieder aus Südeuropa eingeschleppt z. B. durch PKW- und LKW-Verkehr, Camping-Mobile

Um die flächendeckende Ansiedlung zu verhindern ist eine frühzeitige Bekämpfung notwendig. In mehreren Gemeinden des Landkreises Karlsruhe bekämpft die Kommunale Arbeitsgemeinschaft die Tigermücke durch aktives Absuchen potentieller Brutstätten, Aufstellen von Fallen und Ausbringung von Bti. Dieses Mittel wird auch bei einheimischen Stechmücken angewendet.                                      

Eine erfolgreiche Bekämpfung ist jedoch nur mit Hilfe und Kooperation der Anwohner im betroffenen Gebiet möglich. Vermeiden sie daher potentielle Bruststätten und halten sie die Augen offen!

Bedeutung für den Menschen

In klimatisch warmen Regionen kann die Tigermücke tropische Virenkrankheiten (Chikungunya-, Dengue- und West-Nil-Virus) auf den Menschen übertragen. Diese Möglichkeit ist in kühleren klimatischen Regionen wie Deutschland zwar gering, kann aber auch nicht vollständig ausgeschlossen werden. 

Ohne Frage kann die Mücke aber äußerst lästig werden, denn sie brütet in Siedlungsnähe, ist tagaktiv, sehr aggressiv und sticht mehrere Menschen in kurzer Zeit. Dadurch kann es bei einem gehäuften Vorkommen der Mücken zu einer Beeinträchtigung von Freizeitaktivitäten im Außenbereich kommen.

Verbreitung in Europa und Deutschland

Ursprünglich aus Südost-Asien stammend, wurde die Asiatische Tigermücke in den letzten Jahrzehnten durch internationalen Waren- und Reiseverkehr in fast alle Kontinente verbreitet. Die sich verändernde klimatische Situation begünstigt dabei die Ausbreitung in nördliche Gebiete Europas.
 
In Deutschland wurde die Tigermücke zum ersten Mal 2007 an einer Rastätte bei Weil am Rhein in Baden-Württemberg entdeckt. 2015 konnte die Mücke in Freiburg und Heidelberg, 2016 in Sinsheim und 2017 in Lörrach und Karlsruhe nachgewiesen werden.

Nachweise im Landkreis Karlsruhe

Bisher wurde noch kein Vorkommen im Landkreis Karlsruhe nachgewiesen.