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Spezifische Zielgruppen

Im Rahmen der Suchtprävention arbeiten wir mehrgleisig: Einerseits haben wir aufgrund der hohen Anzahl an Suchterkrankungen in Deutschland zielgruppenoffene Angebote. Andererseits spezialisieren wir uns auch auf besonders sensible Zielgruppen hinsichtlich der Entwicklung einer Suchtabhängigkeit.

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kindern aus suchtbelasteten Familien kommt im Landkreis Karlsruhe im Rahmen der Suchtprävention eine besondere Aufmerksamkeit zu.

Wir wissen leider, dass ein Drittel der Kinder später selbst suchtkrank wird und ein weiteres Drittel psychisch erkrankt.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig und gleichzeitig so gravierend, dass die gesunde Entwicklung der Kinder gefährdet ist. Die Kinder erleben zu Hause Disharmonie, Unberechenbarkeit, häufig Konflikte und Gewalt. Der Alltag wird von Gefühlen wie Einsamkeit, Schuld, Ängste und Scham begleitet.

„Wegschauen ist keine Lösung“ ist unser Grundansatz in der Suchtprävention – in diesem Kontext ist es notwendig sich der Not der suchtbelasteten Familie zuzuwenden.

Unsere Angebote sind:

  • Kindergruppen in Ettlingen, Bretten und Bruchsal
  • um für die Kinder die Teilnahme an der Gruppe zu gewährleisten unterstützen wir mit Fahrtkostenpauschalen
  • in enger Zusammenarbeit werden mit dem Kreisjugendamt die Arbeitskreise „Schulterschluss Nord“ und „Schulterschluss Süd“ ausgerichtet. Auf Fachkräfteebene wird dort die Vernetzung und Kooperation verbessert um suchtbelastete Familien nicht zu übersehen, wenn die Kinder sich beispielsweise zu angepasst zeigen oder die Familiensituation aus Scham und Loyalität beschönigt wird.
  • Fachkräftefortbildungen und Fachberatung. Ziel ist, trotz des häufig verwirrenden Familiensystems einen klaren Blick auf die Bedürfnisse der Kinder zu bewahren und dem suchtkranken Elternteil adäquate Hilfsangebote zu unterbreiten.