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Bewirtschaftung des Waldes

Der Wald im Landkreis Karlsruhe befindet sich zu 63 % im Eigentum von insgesamt 30 Städten und Gemeinden. Weitere 36 % des Waldes sind im Besitz des Landes. Rund 1 % der Waldfläche ist in Privatbesitz. Insgesamt gibt es mehr als 36.500 Hektar Wald im Landkreis.

Kommunalwald

Kommunale Waldbesitzer können den Betriebsvollzug und auch die Wirtschaftsverwaltung (Holzverkauf, Beschaffungen und ähnliches) oder Teile davon an die Forstbehörde übertragen. Derzeit nutzen 23 der 30 Wald besitzenden Städte und Gemeinden des Landkreises den forstlichen Revierdienst durch das Forstamt.

Die Gemeindewälder werden im Rahmen der Gesetzesvorgaben, der Erkenntnisse über eine naturverträgliche Waldwirtschaft und der PEFC-Leitlinien – alle kommunalen Waldbesitzer im Kreis haben sich diesem Forstzertifizierungssystem angeschlossen – bewirtschaftet. Zusätzlich berücksichtigt man beim Betriebsvollzug Eigentümerzielsetzungen, die im Dialog zwischen Kommune und Forstamt vereinbart werden.

Für den Verkauf von Nadelstammholz aus den Kommunalwäldern des Landkreises wurde eine kommunale Holzverkaufsstelle gegründet. Diese ist beim Kämmereiamt angesiedelt.

Staatswald

Der Landesforstbetrieb ForstBW ist der größte Waldbesitzer im Landkreis. Die Fläche des Staatswaldes umfasst etwa 135 km². Das Forstamt bewirtschaftet ihn als Betriebsteil von ForstBW nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes, dem Konzept "Naturnahe Waldwirtschaft" der Landesforstverwaltung und den Zertifizierungs-Leitlinien PEFC und FSC. Auf diese Weise werden jährlich nachhaltig und umweltschonend gut 90 000 Kubikmeter Nutzholz produziert.

Privatwald

Private Waldbesitzer im Landkreis erhalten vom Forstamt kostenfreie Beratung in Fragen, die ihren Wald betreffen. Dies ist ihnen durch das Landeswaldgesetz garantiert. Ansprechpartner sind die örtlich zuständigen Forstrevierleiter. Die Beratung umfasst insbesondere Hinweise zu Begründung, Pflege und Bewirtschaftung des Waldes sowie zur Holzvermarktung. Private Waldbesitzer können am Sammelbezug von Pflanzen teilnehmen und im Rahmen der geltenden Richtlinien von Fördermitteln profitieren.


Weitergehende Serviceleistungen werden im Rahmen der Betreuung angeboten, die auf Antrag des Privatwaldbesitzers fallweise oder dauerhaft erfolgen kann. Betreuungsleistungen wie das Anweisen von Beständen, die Holzaufnahme, das Fertigen von Holzlisten und der Holzverkauf sind kostenpflichtig. Wenden Sie sich auch hierzu bitte zunächst an den örtlich zuständigen Forstrevierleiter.