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Bildungs- und Teilhabepaket

Das Bildungs- und Teilhabepaket unterstützt insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld nach SGB II, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach SGB XII, Wohngeld, Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz oder Leistungen nach § 2 Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Wer kann diese Leistungen erhalten?

Leistungsberechtigte, die o.g. Leistungen beziehen und

  • das 25. Lebensjahr (gilt nicht für Leistungen nach dem SGB XII) bzw. das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • eine allgemeinbildende oder berufsbildende Schule besuchen und
  • keine Ausbildungsvergütung erhalten (gilt nicht für Leistungen nach dem SGB XII) oder
  • eine Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflege besuchen. 

Teilhabeleistungen nach § 28 Absatz 7 SGB II können auch Babys/Kleinkinder erhalten, die nicht in einer Kindertageseinrichtung sind oder eine Kindertagespflege besuchen. 

Auch wer keine der oben genannten Sozialleistungen erhält, aber nur über ein geringes Einkommen verfügt, hat eventuell die Möglichkeit, Leistungen für Bildung und Teilhabe zu erhalten. Nehmen Sie am besten in diesen Fällen telefonischen Kontakt mit uns auf.

Wie und wo können Sie die Leistungen beantragen?

Je nachdem, welche Sozialleistung Sie erhalten, sind unterschiedliche Verfahrensabläufe vorgesehen. wenden Sie sich an Ihre zuständige Stelle, um weitere Informationen zu erhalten.

Welche Leistungen für Bildung und Teilhabe gibt es?

  • Eintägige Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten für Schülerinnen und Schüler. Dasselbe gilt auch für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen.
  • Schulbedarf für Schülerinnen und Schüler. Der Schulbedarf ist von Beziehern von Wohngeld bzw. Kinderzuschlag sowie von Berechtigten, die keine laufenden Leistungen nach dem SGB XII oder SGB II erhalten, zu beantragen.

    Leistungsberechtigten, die im laufenden Hilfebezug nach dem SGB XII stehen, wird der Schulbedarf ohne Antrag, jeweils zu Beginn des ersten Schulhalbjahres in Höhe von 100 Euro sowie zu Beginn des 2. Schulhalbjahres in Höhe von 50 Euro vom Amt gewährt. Leistungen für den Schulbedarf für Leistungsberechtige nach dem SGB II werden ohne Antrag zu Beginn des Schuljahres am 01. August in Höhe von 100 Euro sowie zu Beginn des 2. Schulhalbjahres am 01. Februar in Höhe von 50 Euro vom Jobcenter ausgezahlt.
  • Schülerbeförderungskosten für Schülerinnen und Schüler. Berücksichtigt werden die Kosten, wenn die nächstgelegene Schule der gewünschten Schulart besucht wird. Zuschüsse von Dritten werden abgezogen.
  • Lernförderung für Schülerinnen und Schüler. Die Lernförderung wird nur gewährt, wenn es keine passenden Angebote in der Schule gibt. Die Nachhilfe muss geeignet und erforderlich sein, um die wesentlichen Lernziele einer Klassenstufe zu erreichen. Die Schulen sind von diesem Angebot und dem Verfahrensablauf über das Kultusministerium informiert. Die Lehrkräfte müssen den Bedarf auf Anlage 3 (Bestätigung der Schule zur Lernförderung (Nachhilfe)) bestätigen.
  • Zuschuss zum Mittagessen für Schülerinnen und Schüler und für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen. Die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung muss in Verantwortung der Schule/Einrichtung stattfinden oder von einer Tageseinrichtung angeboten werden, mit der die Schule diese durch einen Kooperationsvertrag vereinbart hat. Schulfremde Angebote (z.B. Brötchen und kleinere Mahlzeiten, die an Kiosken auf dem Schulgelände verkauft werden) zählen nicht als Mittagsverpflegung.
  • Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben
    Gefördert werden maximal 180 Euro jährlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Gefördert werden können:

  • Mitgliedsbeiträge und Kurse in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit
  • Unterricht in künstlerischen Fächern (z.B. Musikunterricht) oder vergleichbare kulturelle Aktivitäten unter Anleitung
  • Teilnahme an Freizeiten