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Wer wird getestet und wo kann ich mich testen lassen?

1. Wer wird getestet?

Corona Teststratiegie
Corona Teststratiegie
Corona Teststrategie
Corona Teststrategie


Der Ministerrat hat der vom Sozialministerium erarbeiteten, aktualisierten SARS-CoV-2-Teststrategie Baden-Württemberg zugestimmt, die im Wesentlichen auf der nationalen Teststrategie des Bundes basiert. Die Strategie sieht neben der Testung von Menschen mit entsprechenden Symptomen entsprechend der Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) unter anderem folgende Testungen vor: 
  • Testung von engen asymptomatischen Kontaktpersonen und Haushaltsangehörigen von Infizierten 
  • Testung von Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnmeldung „Erhöhtes Risiko“ erhalten haben 
  • Testung bei Auftreten eines Falles in Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, Flüchtlingsunterkünfte etc.) sowie medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (Patienten, Bewohner und Personal), Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, ambulanten Dienste der Eingliederungshilfe sowie bei Ausbrüchen zum Beispiel in Schlachtbetrieben, Kirchengemeinden oder Behörden  
  • Freiwilliges Untersuchungsangebot für Personal in Schulen und Kitas sowie Tagespflegepersonal: Das mit Kabinettsbeschluss vom 21. Juli 2020 etablierte Untersuchungsangebot für Personal in Schulen und Kitas sowie Tagespflegeeinrichtungen für den Zeitraum von 17. August bis 30. September, welches zwischenzeitlich bis zum 1. November verlängert wurde, wird nunmehr bis zum Ende der Weihnachtsferien am 10. Januar 2021 fortgeführt. In Abhängigkeit von den Testkapazitäten kann die Untersuchung mittels PCR oder Antigen-Test durchgeführt werden. Die oben aufgeführten Personengruppen erhalten je ein neuerliches freiwilliges Testangebot mit maximal zweimaliger Testung pro Person. 

Diese freiwillige Testmöglichkeit wird mit je drei zusätzlichen Testmöglichkeiten für Personal an Schulen und Kitas sowie Tagespflegeeinrichtungen bis zum Ende der Osterferien am 12. April 2021 verlängert. Die Testung kann mittels PCR oder Antigen-Test durchgeführt werden. Die Kostentragung erfolgt hierbei abermals durch das Land. 

Bei Auftreten eines Falles in einer Schule, Kindertageseinrichtung oder Einrichtung der Kindertagespflege können Kontaktpersonen, die dort betreut werden oder tätig sind, auf SARS-CoV-2 getestet werden. Hierfür sollen Antigen-Schnelltests zum Einsatz kommen, um ein möglichst schnelles Ergebnis zu ermöglichen. Die namentliche Festlegung der Personen, denen eine Testung angeboten wird, erfolgt durch die zuständigen Gesundheitsämter in Abstimmung mit den Schulleitungen bzw.Einrichtungsleitungen/-trägern. 

Bei Einstufung von „Cluster-Schülerinnen und -Schülern“  

führen als zusätzliches, wohnortnahes Angebot teilweise auch Apotheken Testungen mittels Antigentest durch. Eine nicht abschließende Liste, welche Apotheken die Testungen anbieten, findet sich online unter: https://www.lak-bw.de/service/patient/antigen-schnelltests.html. Auch bei den Apotheken empfiehlt sich eine vorherige telefonische Anmeldung.  

Über ein positives Testergebnis des Antigenschnelltests ist das Gesundheitsamt des Wohnortes zu informieren. Da Antigentests manchmal auch falsch positive Ergebnisse anzeigen können, sollte das Ergebnis mittels PCR-Test bestätigt werden. Entsprechende Testungen führen Corona-Schwerpunktpraxen oder Testzentren durch. Auch für diese Testungen sollte eine telefonische Voranmeldung erfolgen. Zur Durchführung des PCR-Testes darf die häusliche Quarantäne unterbrochen wer-den. Schutzmaßnahmen (Abstand, Mund-Nasen-Schutz) sind dabei unbedingt zu beachten, nach Möglichkeit ist auf Öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten.

Explizit in die Teststrategie mit aufgenommen wurde die Testung mittels Antigen-Schnelltests in folgenden Fällen: 
  • Prophylaktische Testung mittels Antigen-Test bei Bewohnern, Betreuten und Personal in pflegerischen Einrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe 
  • Testung bei Patienten und Personal in medizinischen Einrichtungen 
  • Personal von Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen anderer medizinischer Heilberufe 
  • Besucher von Krankenhäusern und bestimmten anderen medizinischen Einrichtungen sowie stationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. 

Laut Corona-Testverordnung des Bundes ist eine Beschaffung seitens der Einrichtungen über die herkömmlichen Bezugswege vorgesehen. Auf diesem Wege gelangen die bestellten Antigen-Tests direkt an die Einrichtungen vor Ort. Zudem können die Kosten direkt mit der Kassenärztliche Vereinigung BW beziehungsweise den Pflegekassen abgerechnet werden. Damit entfällt auch eine zeitaufwendige Umverteilung und Abrechnung über das Land. Entsprechende Antragsformulare können sehr einfach über die Homepage des Ministeriums für Soziales und Integration abgerufen werden. 

Sofern die Testkapazitäten für die Testungen der oben genannten Personengruppen nicht ausreichend zur Verfügung stünden, werde eine Priorisierung der Testung erforderlich sein. Hierzu hat das RKI entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. 

2. Wo kann ich mich testen lassen? 

Fragen Sie zunächst Ihren Haus- oder Kinderarzt, ob er Sie testet. Falls dieser keine Testung durchführt, wählen Sie die bundesweite Rufnummer der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen 116 117 und fragen dort nach Schwerpunktpraxen, die Tests durchführen oder suchen Sie unter den Coronapraxen nach einer Schwerpunktpraxis in Ihrer Nähe. Am Wochenende gibt es in Karlsruhe und im Landkreis derzeit noch keine Testmöglichkeiten.