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07.06.2019

Modifizierte Planung für Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs Gondelsheim vorgestellt

Planfeststellungsverfahren soll auf dieser Grundlage erfolgen

Im Jahr 2012 hat der Kreistag die Beseitigung des schienengleichen Bahnüberganges in Gondelsheim in Form einer innerörtlichen Lösung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Im Rahmen der Fortschreibung des Kreisstraßenprogramms wurden die Gremien regelmäßig über den Projektfortgang informiert.

In der jüngsten Sitzung des AUT vom 6. Juni berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, dass jetzt auch die Deutsche Bahn der innerörtlichen Lösung grundsätzlich zugestimmt und eine Finanzierungszusage ab dem Jahr 2021 für Planungsleistungen und ab dem Jahr 2023 auch für Bauleistungen abgegeben hat. Vorgestellt wurde eine modifizierte Planung, die sich aus der Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn, dem Bundesverkehrsministerium, dem Land Baden- Württemberg und der Gemeinde Gondelsheim bezüglich der kreuzungs- bzw. nicht kreuzungsbedingten Kosten ergeben hat. Das Gremium begrüßte, dass sich die Änderungen positiv auf die Kosten und die Finanzierung des Vorhabens auswirken und stimmte - auch weil der grundsätzliche Charakter eines überdeckelten Knotenpunktes erhalten bleibt - der modifizierten Planung zu.

Die kreuzungsbedingten Kosten werden zwischen der Deutschen Bahn, dem Bund und dem Landkreis Karlsruhe bzw. Gemeinde Gondelsheim aufgeteilt. Nach aktuellem Stand erhält der Landkreis Karlsruhe auf die zuwendungsfähigen Kosten einen Zuschuss von 50 % nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, welches jedoch überarbeitet werden soll und evtl. zu einer erhöhten Förderung bzw. einer Verminderung des Eigenanteils von Kreis und Gemeinde führen könnte.

Die Maßnahme ist mit Gesamtausgaben in Höhe von rd. 22,9 Mio. € und Gesamteinnahmen in Höhe von 19,1 Mio. € im Investitionsprogramm 2018 bis 2022 des Landkreises Karlsruhe enthalten. Aufgrund der finanziellen Zusagen der Deutschen Bahn wird der Beginn der Hauptbauarbeiten für das Jahr 2022 angestrebt. Die Bauzeit ist mit etwa drei Jahren zu veranschlagen.