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10.02.2020

Landwirtschaftsamt weist auf Nitratinformationsdienst hin

Analyse von Bodenproben und Empfehlungen zur Stickstoffdüngung

Im Rahmen des Nitratinformationsdienstes können Landwirte Bodenproben analysieren lassen und Empfehlungen zur Stickstoffdüngung erhalten. Darüber informiert das Landwirtschaftsamt im Landratsamt Karlsruhe.

Das Labor Bioplan (Tel. 07261/5995) hält Sammelstellen in Münzesheim (Adrian Dörrmann, Ulmenstr.10, Tel. 0160/2263817) und Zaisenhausen (Eckbert Pfeil, Lußhof, Tel. 0170/7535262) vor. Abholtag ist dienstags ab 14 Uhr bzw. bei größeren Probenmengen nach Bedarf. Das Labor Wagenmann (Tel. 07643/9141511) bietet Sammelstellen in Bretten (Friedrich Holstein, Ruiterstr. 31, Tel. 07252/2168), Liedolsheim (Sigurd Zimmermann, Birkenhof, Tel. 07247/946188), Malsch (ZG Malsch, Stefanstr. 1, Tel. 07246/920520) und Bruchsal (ZG Bruchsal, Industriestr. 13, Tel. 07251/916331) an. Abholtag ist mittwochs ab 10 Uhr.

Spätestens fünf Tage nach dem Abholtag erhält der Landwirt die Empfehlung zur Stickstoffdüngung. Es ist möglich, die Beprobungsstandorte unter www.duengung-bw.de zu erfassen. Dies erleichtert das Verfahren, da auf die angelegten Schläge und Kulturen künftig online zugegriffen werden kann. Auch die Düngeempfehlung erfolgt online und spart so Zeit gegenüber dem Postweg.

Im Wasserschutzgebiet ist zu den Kulturen Mais, Kartoffel, Tabak und Spargel eine Nmin-Untersuchung vorgeschrieben, ebenso wie im Rahmen der Fruchtfolge nach Kartoffeln, Vorfrüchten mit N-reichen Ernteresten wie Leguminosen, Raps, Zuckerrüben, Gemüse und Tabak sowie nach mehrjähriger Stilllegung.

Die Probenahmetiefe für den NID beträgt 60 Zentimeter. Bei Mais und Spargel ab dem dritten Jahr muss in Wasserschutz-Problem- und Sanierungsgebieten jedoch bis 90 Zentimeter beprobt werden. In gefährdeten Grundwasserkörpern, sog. „Rote Gebiete“, müssen zu den  verschiedenen Ackerkulturen Bodenproben gezogen werden. Bei den Sammelstellen liegen hierzu Merkblätter aus.

Zwischen der Probenahme und der letzten organischen oder mineralischen Stickstoffdüngung müssen mindestens vier Wochen liegen. Die Bodenproben sollten circa acht bis zehn Tage vor der anstehenden ersten Düngegabe gezogen werden, da größere Abstände keine exakte Düngeempfehlung erlauben.

Termine für die Bodenprobenahme sind: ab Mitte Februar: Wintergetreide und Winterraps, Ende Februar/Anfang März: Sommergetreide, Anfang/Mitte März: Zuckerrüben, Ende März/Anfang April:          Sonnenblumen und Kartoffel, Ende April/Anfang Mai: Reben, Anfang/Mitte April: Mais, Mitte/Ende Mai: Mais in Problem- und Sanierungsgebieten (späte Nmin Messmethode ist vorgeschrieben), Anfang Juni: Spargel.

Bei den Sammelstellen können auch Bodenproben zur Untersuchung auf Grundnährstoffe abgegeben werden. Diese separat verpackt und eindeutig beschriftet sein. Die Probenahmetiefe bei der Grunduntersuchung sollte immer der Bodenbearbeitungstiefe entsprechen. Die Proben können mit Ausnahme der Sammelstelle Pfeil täglich an den Sammelstellen angeliefert werden.

In den letzten Jahren wurden verstärkt professionelle Probenehmer mit der Bodenprobenahme beauftragt, so dass die Qualität der Probenahme steigt. Die maschinelle Probenahme ist deshalb der Beprobung von Hand vorzuziehen. Dafür stehen in Zaisenhausen Eckbert Pfeil (Tel. 0170/7535262) und in Sulzfeld Rainer Krüger (Tel. 0160/94787863) im Dienstbezirk zur Verfügung und können bei Bedarf direkt kontaktiert werden.

Weitere Informationen erteilen Rolf Kern, Tel. 0721 936 - 88290 und Christian Erbe, Tel. 0721 936 - 88670 vom Landwirtschaftsamt im Landratsamt Karlsruhe.