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15.06.2020

Stadt und Landkreis Karlsruhe vereinbaren interkommunale Zusammenarbeit zum Breitbandausbau im Gewerbegebiet Rheinhafen

Netzstabilität des Landkreis-Backbones erhöht sich

Stadt und Landkreis Karlsruhe gehen zur Verbesserung der Breitbandinternetversorgung gemeinsame Wege: Um das städtische „Gewerbegebiet Rheinhafen“ mit schnellem Internet zu versorgen, wird die bestehende Infrastruktur im Landkreis Karlsruhe genutzt, in dem das Gewerbegebiet an das landkreisweite Backbone angeschlossen wird. Die Stadt Karlsruhe tritt dafür der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe zum Breitbandausbau bei. Nachdem die zuständigen Gremien von Stadt und Landkreis Karlsruhe dem Beitritt zugestimmt haben, unterzeichneten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup den Vertrag.

Für die Realisierung wird die Stadt Karlsruhe den Bau der Backbone-Strecke vom Knotenpunkt im Technologiepark zum Gewerbegebiet Rheinhafen sowie den  FTTB/H-Ausbau im Gewerbegebiet in eigener Zuständigkeit durchführen und hat dafür Bundesfördermittel bewilligt bekommen. Das Gebiet wird anschließend über die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH betreut und vom Betreiber Inexio versorgt, wie es in weiten Teilen des Landkreises der Fall ist. Hier wurden schon über 5.000 Glasfaserhausanschlüsse für Unternehmen, Schulen, Verwaltung und private Haushalte geschaffen. Diese zeigen derzeit besonders in der Krise ihre Leistungsstärke und welche Teilhabe am digitalen Geschehen damit sichergestellt wurde.

Durch den Beitritt werden die Ausbaumaßnahmen im Landkreis Karlsruhe nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Durch die zusätzliche Backbone-Trasse in Karlsruhe kann auch das Backbone des Landkreises über eine weitere Redundanztrasse innerhalb von Karlsruhe angebunden werden. Hierdurch wird die Netzstabilität des Backbonenetzes erhöht.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zeigten sich sehr zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung. Aufgrund der gemeinsamen Grenzen arbeiten Stadt und Landkreis in vielen Bereichen zusammen, nun auch auf dem so wichtigen Feld des schnellen Internets. „Die Verbesserung der Glasfaserinfrastruktur darf vor Gemeinde- und Kreisgrenzen nicht Halt machen. Denn eine flächendeckende und leistungsstarke Glasfaserinfrastruktur ist ein gewichtiger Standortfaktor und maßgebend für die weitere gute Entwicklung in der Region Karlsruhe“, begründete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Zusammenarbeit.

"Wie wichtig der Ausbau von Höchstgeschwindigkeitsnetzen in der TechnologieRegion Karlsruhe als einer der führenden Innovationsregionen in Europa ist, wird gerade in der aktuellen Krisenzeit täglich spürbar", stellt Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auch als Vorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe klar. "Darüber ist der Vertrag über die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Landkreis ein ermutigendes Signal dafür, dass man bei uns Herausforderungen gemeinsam angeht und erfolgversprechende Lösungswege findet".