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An allen 23 Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Karlsruhe werden die hauptamtlichen Bediensteten des Landratsamtes bei der Betreuung der Flüchtlinge ehrenamtlich von Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Um dieses vorbildliche Engagement zu begleiten wurde im Landratsamt eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Besetzt wurde die Stelle mit Katharina Schuh. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel begrüßte die neue Mitarbeiterin und sprach mit ihr über das neue Aufgabenfeld. „Mir ist wichtig, dass das Rad nicht überall neu erfunden werden muss, sondern die Ehrenamtlichen untereinander von Erfahrungen profitieren, einen leichten Zugang zu Informationen und Arbeitsmaterialien haben und miteinander vernetzt sind“, beschrieb der Landrat seine Intention.

Ehrenamtskoordinatorin Katharina Schuh (Bildmitte) sprach mit mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (links) und Sozialdezernent Peter Kappes über ihre Arbeit.
Ehrenamtskoordinatorin Katharina Schuh (Bildmitte) sprach mit mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (links) und Sozialdezernent Peter Kappes über ihre Arbeit.

Die 29jährige Diplom-Sozialwissenschaftlerin, die von ihrer früheren Tätigkeit Erfahrungen in der Netzwerkarbeit und der ehrenamtlichen Betreuung von Asylbewerbern mitbringt, sieht den direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort als wichtigstes Gut an, von dem die Flüchtlinge langfristig am meisten profitieren. Deshalb gelte es, Ehrenamtlichen den Kontakt und eine Tätigkeit so einfach wie möglich zu machen. Dies beginne bei der Bereitstellung grundlegender Informationen und Ansprechpartner über die Homepage des Landratsamtes, gehe über die Unterstützung der Gründung neuer Ehrenamtskreise bis hin zur Vermittlung bei Konflikten. „Mir geht es um die Schaffung übergeordneter Strukturen“, beschreibt Katharina Schuh ihre Vorgehensweise. Dazu gehört die Weiterentwicklung des Ehrenamtsleitfadens ebenso wie das Angebot von Schulungen sowie der enge Kontakt zu den Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Eng zusammenarbeiten wird sie mit den Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuern in den Unterkünften, die vor Ort Hauptansprechpartner für die Ehrenamtlichen bleiben. „Je klarer und besser die Rahmenbedingungen sind, umso leichter fällt es Bürgerinnen und Bürger, sich für Flüchtlinge einzusetzen“ sagt Katharina Schuh. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus kann sie dazu nur ermuntern: Spezialkenntnisse sind nicht erforderlich, vieles ergibt sich „learning by doing“ im täglichen Umgang und die Verständigung klappt in der Regel auch bei mangelnden Sprachkenntnissen mit Händen und Füßen. „Eigentlich findet jeder, der mit ein bisschen Mut, Enthusiasmus und Aktionismus an die Sache geht für sich ein Betätigungsfeld, das ungemein bereichernd sein kann“ ermuntert Katharina Schuh zum Mitmachen.