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Sonderregelungen für Personen unter 16 Jahren

Die Einbürgerung eines Kindes unter 16 Jahren muss die gesetzliche Vertretung (meistens die Eltern) des Kindes beantragen. Ist das Kind auch bei der Einbürgerung noch nicht 16 Jahre alt, gilt abweichend von den allgemeinen Einbürgerungsvoraussetzungen Folgendes:

  • Das Kind muss in Deutschland mit seinem sorgeberechtigten deutschen Elternteil zusammenleben.
  • Das Kind muss sich vor der Einbürgerung mindestens drei Jahre in Deutschland aufgehalten haben. Bei einem Kind, das zum Zeitpunkt der Einbürgerung noch nicht 6 Jahre alt ist, genügt es, wenn es unmittelbar vor der Einbürgerung sein halbes Leben in Deutschland verbracht hat.
  • Das Kind muss über altersgemäße Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.
  • Ein Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes, eine Loyalitätserklärung sowie Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland muss es nicht abgeben.

Sonderregelungen für bestimmte Personengruppen

Erleichterungen können für folgende Personengruppen unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht kommen:

  • für Staatenlose, die ihre Staatenlosigkeit nicht selbst herbeigeführt haben
  • für Inhaber und Inhaberinnen eines Reiseausweises für Flüchtlinge
  • bei Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts gegenüber betroffenen Personen, wenn diese keinen Anspruch auf Einbürgerung haben
  • für ehemalige deutsche Staatsangehörige, Abkömmlinge deutscher Staatsangehöriger oder ehemaliger deutscher Staatsangehöriger
  • für deutschsprachige Bewerber und Bewerberinnen aus Österreich, Liechtenstein und aus anderen deutschsprachigen Gebieten (z.B. Schweiz)
  • bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses

Hinweis: Von diesen grundsätzlichen Einbürgerungsvoraussetzungen gibt es viele Ausnahmen und Besonderheiten, die hier nicht dargestellt werden können. Darüber berät Sie die für Ihren Wohnort zuständige Einbürgerungsbehörde.