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Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik des Kreistages am 20. Dezember vergab Landrat Dr. Christoph Schnaudigel den Kreisumweltschutzpreis 2018. Er stand unter dem Motto „Naturnahe Grüngutgestaltung in Siedlungsräumen“ und fand zum 25. Mal statt. Von neun Bewerbungen wurden vier prämiert. Daneben wurde ein Sonderpreis vergeben.

Der Erste Preis mit einem Preisgeld von 2.000 Euro wurde zwei mal vergeben: Einmal an die Kräutergartengruppe im BUND Karlsbad/Waldbronn, die 1989 den Kräutergarten im Waldbronner Kurpark mit geplant hat und ihn ehrenamtlich pflegt. Mehr als 80 verschiedene und vorwiegend einheimische Küchen- und Heilkräutern zeigen auf, welche Schätze die Natur für die Menschen bereit hält und bieten Insekten Nahrung und Niststätten. Ein weiterer Erster Preis geht an das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung der Ludwig Guttmann Schule Karlsbad, Außenstelle Kronau. Schülerinnen und Schüler hatten 2011 damit begonnen, auf Rasenflächen Blumenbeete mit insek-tenfreundlichen Pflanzen anzulegen, die auch mit großem Eifer gepflegt werden. Eine Schmetterlingswiese wurde angelegt und eine schulübergreifende Arbeitsgemeinschaft mit der Erich-Kästner-Schule gegründet, um sich über naturpädagogische Themen auszutauschen. Aktuell wurde ein Hügel bepflanzt, der nun unterschiedlichen Tierarten Nahrung und Nistmöglichkeiten bietet, auch ein Wildbienenhotel wurde eingerichtet.

Auch der mit 500,00 EUR dotierte zweite Preis wurde doppelt vergeben: Er ging zum einen an die Lindenschule Eggenstein für die naturnahe Umgestaltung von Grünflächen zu einem insektenfreundlichen Schulgarten mit Bienenhotel sowie die kreative Gestaltung des Schulhofes mit Abfallmaterialien wie z.B. Blumentöpfe aus PET-Flaschen. Mit dem zweiten Preis - ohne Preisgeld, da Gemeinden und deren Einrichtungen nach den Vergaberichtlinien ausgenommen sind - wurde die Gemeindebücherei der Gemeinde Forst ausgezeichnet, wo 21 Blumenkästen mit 41 unterschiedlichen Kräuterarten bepflanzt wurden. Besonders honoriert wurde hier die hohe Öffentlichkeitswirksamkeit.

Ein Sonderpreis – ebenfalls ohne Preisgeld - erhielt die Stadt Stutensee für das Konzept der „Offenen Gärten und Höfe“ sowie eine beispielhafte Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen.

„Respekt und Dank gebührt aber nicht nur den Preisträgern, sondern allen Teilnehmer, die die Hürde des Bewerbungsverfahrens nicht gescheut haben und sich mit ihren Aktionen und Maßnahmen durch eine Dokumentation präsentiert und sich einer Beurteilung durch die Jury gestellt haben“, lobte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

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Alle Preisträger des Kreisumweltschutzpreises des Landkreises Karlsruhe.