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Allgemeine Informationen zu Tuberkulose

Wer sich angesteckt hat, wird nicht automatisch auch krank! Nur etwa 15 % der im Jugendalter Angesteckten erkranken auch im Laufe ihres Lebens, bei Erwachsenen ist dieser Anteil noch geringer. Dieses Risiko kann nochmals gesenkt werden durch eine vorbeugende Behandlung mit ein oder zwei Medikamenten über drei bis neun Monate (je nach Einzelfall).

Wer sich angesteckt hat und nicht erkrankt, kann andere nicht anstecken!  Erst wenn sich eine „aktive Tuberkulose“ entwickeln sollte, und diese so weit fortschreitet, dass die Bakterien Anschluss an die Luftwege bekommen, wird eine Person ihrerseits ansteckend.

Um auszuschließen, dass Personen, die sich angesteckt haben, auch erkrankt sind, werden diese weiter untersucht, u. a. mittels einer Röntgenaufnahme der Lunge.

Die Tuberkulose ist heute in der Regel eine behandelbare und heilbare Erkrankung.

Bei wirksamer medikamentöser Therapie, die mindestens ein halbes Jahr fortgeführt werden muss, besteht i. d. R. bereits nach wenigen Wochen keine Ansteckungsfähigkeit mehr. Das Gesundheitsamt erlaubt den Schulbesuch einer erkrankten Person erst wieder, wenn kein Ansteckungsrisiko mehr zu sehen ist.

Der Übertragungsweg ist in aller Regel das Einatmen von Tuberkulosebakterien, die ein („offen“) Erkrankter zuvor ausgeatmet oder ausgehustet hat. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit hängt dabei wesentlich von der Dauer und Intensität des Kontakts ab („Stunden“). Körperlicher Kontakt als solcher, Berühren gemeinsam genutzter Gegenstände (z. B. Türklinken, Münzen, Touch-Screens), auch das Trinken aus demselben Glas gelten nicht als relevanter Ansteckungsweg. Das Gleiche gilt für oberflächliche Begegnungen auf Fluren oder im Freien, so lange man nicht direkt angehustet oder angeniest wird.

Am gefährdetsten sind somit Menschen, die langdauernd und wiederkehrend dieselbe Raumluft wie der Erkrankte atmen.