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Wie sieht die Sanierung eines MRSA-Trägers aus?

Die endgültige Entfernung von MRSA von der Haut und der Schleimhaut eines Menschen nennt man Sanierung. Es wird in erster Linie versucht, eine Sanierung durch äußerliche Behandlung von Haut und Schleimhäuten zu erreichen (u. a. antibiotische Salbenbehandlung, Waschungen und Gurgeln mit desinfizierenden Lösungen). Die Dauer der Behandlungsphase liegt i. d. R. zwischen 5 und 7 Tagen.
Einer erfolgreichen Sanierung können sanierungshemmende Faktoren (Antibiotikatherapie, Wunde, MRSA-Infektion, Katheter etc.) entgegenstehen. Hier steht zunächst die Heilung bzw. Beendigung dieser Faktoren im Vordergrund. Während dieser Zeit angewandte Nasensalben oder Waschungen der Haut können die MRSA-Anzahl im Einzelfall jedoch reduzieren, um einer Infektion vorzubeugen.
Eine große Rolle spielt auch die sogenannte Umgebungsdekontamination. Da eine Wiederbesiedelung mit MRSA über Gegenstände des täglichen Lebens leicht möglich ist, müssen diese Dinge entweder desinfizierend gereinigt werden (Wäsche, Brille, , Zahnprothese, Hörgerät etc.) oder entsorgt werden (Zahnbürste etc.).
Zum detaillierten Vorgehen verweisen wir auf unser Merkblatt (Sanierung- Merkblatt für Patienten)
Nach Abschluss einer Sanierungsbehandlung sind Erfolgskontrollen mittels Kontrollabstrichen erforderlich.