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Gemeinsam unterwegs – Bewegte Apotheke in Stadt und Landkreis Karlsruhe

Erfahrungsaustausch lieferte Erkenntnisse für die weitere Praxis des Projektes

Für die Lebensqualität im Alter spielt Bewegung und körperliche Aktivität eine besondere Rolle. Zum einen können körperliche Einschränkungen hinausgezögert werden, zum anderen wirkt die gemeinschaftliche Aktivität der zunehmenden Vereinsamung im Alter entgegen. Die „Bewegte Apotheke“ ist ein Projekt, das genau diese Ziele verfolgt und älter werdende Bürgerinnen und Bürger aktiv fördert. In Stadt- und Landkreis ist dieses Projekt inzwischen auf gutes Interesse gestoßen. Woche für Woche treffen sich an einer Apotheke zwischen 15 und 30 Bürgerinnen und Bürger zu einem flotten Spaziergang, der mit einfachen Gymnastikübungen bereichert wird. Die im Projekt engagierten Akteurinnen und Akteure von 13 Standorten aus Vereinen, Apotheken und Gemeindeverwaltungen trafen sich am 13. Dezember zum gemeinsamen Austausch. Professorin Rita Wittelsberger von der SRH Hochschule für Gesundheit, betonte den hohen Wert von Bewegung – gerade im Alter. „Jede zusätzliche Bewegung ist mit einem gesundheitlichen Nutzen verbunden.“ – so ihr Fazit bei ihrem Impulsvortrag. Eine Evaluation des Projekts in drei Gemeinden im Landkreis, die von einer KIT-Studierenden durchgeführt wurde bestätigte, dass das offene und niederschwellige Angebot sehr positiv aufgenommen wurde: ein Großteil der Teilnehmenden bewegt sich nach längerer Zeit wieder mehr und schätzt besonders auch das soziale Miteinander in der Gruppe. Auf die Frage, was ihnen an der Bewegten Apotheke gefällt, kamen Rückmeldungen wie: „In Gemeinschaft für Körper und Geist aktiv zu sein“, „die Bewegung in geselliger Runde“ sowie „dass alles angesprochen wird: Kopf, Geist und Bewegung“. Einer der anwesenden Apotheker betonte, wie wichtig gerade in der heutigen digitalen Zeit die soziale Komponente ist. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in der weiteren Umsetzung der „Bewegten Apotheke“ im Stadt- und Landkreis berücksichtigt werden fasste der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Peter Friebel zusammen, der allen Engagierten für ihren Einsatz für dieses Erfolgsprojekt dankte. Betreut und umgesetzt wird das Projekt von den Kommunalen Gesundheitskonferenzen von Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie der Initiative Gesundheitssport, den örtlichen Akteuren sowie mit Unterstützung der AOK Mittlerer Oberrhein.