Seiteninhalt

Zukunft des Landratsamtsgebäude in Karlsruhe

Städtebauliches Verfahren hat begonnen -  Noch keine Entscheidung über möglichen Abriss

Über den aktuellen Stand zum Vorhaben des Landkreises, sein sanierungsbedürftiges Hauptgebäude in Karlsruhe zu erneuern, wurde dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am 30. Januar berichtet.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel verwies darauf, dass das städtebauliche Verfahren mit einer öffentlichen Werkstatt am 15. Januar begonnen hat. Vier namhafte Architekturbüros sollen bis Juli gemeinsam mit einem Begleitgremium aus Vertretern aus Politik, Verwaltung, Kammern und der Bürgerschaft Vorschläge erarbeiten, wie das Gesamtareal, zu dem auch ein sich anschließendes städtisches Grundstück gehört, gestaltet werden kann. Aus den Entwürfen soll dann ein Entwurf ausgewählt werden, der Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren werden könnte, wo es dann um die konkrete Bebauung geht. Die Vorstellungen des Landkreises wurden im Auslobungstext des städtebaulichen Verfahrens verankert. Da es seitens des Denkmalschutzes noch keine Entscheidung gibt, ob das stark sanierungsbedürftige Verwaltungsgebäude abgebrochen werden kann, werden in den Werkstätten beide Varianten – Sanierung und Abbruch – behandelt. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass zwischenzeitlich sämtliche noch offenen Fragen beantwortet wurden und in Kürze die Untersuchung der Plausibilität der bisherigen umfangreichen Gutachten abgeschlossen sein wird, so dass dann einer zügigen Entscheidung des Denkmalschutzes – und daran anschließend auch des Petitionsausschuss des Landtags, wo die Entscheidung seit über einem Jahr ebenfalls anhängig ist - nichts im Wege steht. Landratsamtsintern sichert ein mit den Fraktionsvorsitzenden und weiteren Kreistagsmitgliedern besetztes Begleitgremium maximale Transparenz. Der Landrat führte weiterhin aus, dass sich die Verwaltung in Vorbereitung des für Mitte des Jahres geplanten Architektenwettbewerbs bereits mit der zukunftsfähigen Ausrichtung der Arbeitswelten und Raumkonzepten beschäftigt. Darin werden auch die in einem Letter of Intent festgelegten Flächen für Akademien der Unfallkasse Baden-Württemberg sowie der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden integriert werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel betonte, dass im Rahmen dieser Mietverhältnisse jährlich über 20.000 Fortbildungsteilnehmer erwartet werden. Darüber hinaus gibt es weitere Anfragen von Bildungsträgern, die gerne an diesen zentralen Standort mit bester ÖPNV-Anbindung wechseln möchten.