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Schulterschluss beim Thema Corona-Virus

Stadt und Landkreis Karlsruhe gehen gemeinsam vor

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt- und Landkreis Karlsruhe mit Vertretern des Gesundheitswesens berichteten die Beteiligten am Freitagnachmittag nicht nur über den Status Quo des Corona-Virus in der Region, sondern skizzierten auch, wie künftig mit der Erkrankung umgegangen werden könnte. Bisherige Maßnahmen hätten erfolgreich gegriffen, bestätigte hierzu Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. So sei es bisher gelungen, die Infektionsketten zu unterbrechen, was bei steigenden Fallzahlen und einem erhöhten Risiko nicht mehr möglich sein wird. Damit einer erwarteten „neuen Phase der Erkrankungswelle“ angemessen begegnet werden kann, stünden nun die Stadt, der Landkreis und das Gesundheitswesen noch stärker in Kontakt, um „einheitliche Kommunikationskanäle“ zu entwickeln und „Verunsicherung so weit wie möglich abzubauen“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Zum Beispiel mit einem öffentlichen Kanal, auf dem täglich Neuigkeiten und Erklärungen zu finden sein könnten. Die Wichtigkeit der Abstimmung untereinander und die Verbreitung „identischer Infos“ befürwortete auch Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, der zudem die gemeinsame Hotline begrüßte, die weiterhin unter der Telefonnummer 0721 / 133 3333 erreichbar sein wird. Wie sich diejenigen verhalten sollen, die glauben erkrankt zu sein, erklärte Dr. Ulrich Wagner vom Gesundheitsamt, der damit auf einen gemeinsamen Appell der Karlsruher Ärzteschaft einging. Wichtig sei es, sich nicht sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus zu begeben, sondern sich telefonisch zu informieren und auch auf diesem Wege bei der Hausarztpraxis zu melden. Diese könne dann in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt über weitere Schritte entscheiden, wie eine Testung oder häusliche Isolation.

Zudem appellierten alle Beteiligten an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Wie bei Grippewellen sei es wichtig, Hygienehinweise zu befolgen und damit sich und seine Mitmenschen zu schützen. Dies umfasse auch den Besuch von Veranstaltungen. Ob diese überhaupt stattfinden können, richtet sich nach einem Kriterienkatalog des Robert-Koch-Instituts und wird von Fall zu Fall entschieden. Die Messe Inventa etwa werde deshalb wie geplant ausgerichtet, weil es sich um eine regionale Veranstaltung handle, während die letzte Woche abgesagte IT-Trans ein internationales Format war.