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Sachstandsbericht Integrationsmanagement im Jugendhilfe- und Sozialausschuss vorgestellt

Verlängerung des Paktes für Integration unterstreicht Bedeutung der Integrationsarbeit

Mit der Verlängerung des Paktes für Integration mit einem jährlichen Fördervolumen von 70 Millionen Euro für die Integrationsarbeit in den Kommunen für die Jahre 2020 und 2021 unterstreicht das Land Baden-Württemberg deren gesellschaftliche Bedeutung. Die Mitglieder des Jugendhilfe- und Sozialauschusses nahmen in der jüngsten Sitzung am 25. Mai zur Kenntnis, dass die Integrationsarbeit und Zusammenarbeit vor Ort positiv verläuft, wie aus den Rückmeldungen der Städte und Gemeinden an die Landkreisverwaltung hervorgeht.

38 Integrationsmanager/innen oder umgerechnet 35 Stellen unterstützen die Kreiskommunen bei der Integrationsarbeit und beraten aktuell 4.300 geflüchtete Personen, um den individuellen Integrationsprozess und die eigene Selbständigkeit weiter zu fördern, berichte Abteilungsleiterin Myriam Brunner vom Amt für Integration. Der Landkreis stehe zu seiner Zusage, alle in der Anschlussunterbringung untergebrachten Geflüchteten zu beraten. Das Land fördere dafür circa 29 Vollzeitstellen. Für die Arbeit vor Ort sei eine umfassende Datengrundlage essentiell, die in Form von Monitoringberichten den 28 beteiligten Kommunen regelmäßig zur Verfügung gestellt werden. Eine neue App, die in Kürze online geht unterstützt die Integrationsarbeit zusätzlich.

Aus dem vorgestellten Sachstandsbericht geht hervor, dass es 280 Personen nach rund zwei Jahren Beratung durch das Integrationsmanagement gelungen ist, eigenständig und finanziell unabhängig zu werden. Über 500 Personen haben einen von der Kurskoordination des Amtes für Integration organisierten Sprachkurs erfolgreich absolviert. Rechnet man die nur teilweise vorliegenden Informationen der Teilnehmenden von Integrationskursen, die durch den Bund organisiert werden, hinzu, haben von rund 1.100 Personen 16% ein Sprachniveau bis A2 und 10% bis B2 erreichen können.

„Unbestritten die die Beherrschung der deutschen Sprache Grundlage für eine gelungene Integration unterstrich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Dies gelte insbesondere für die Integration in Arbeit. Dass 40% aller Geflüchteten zwischen 15 und 65 Jahren einer beruflichen Beschäftigung, dazu zählen auch Praktika und Ausbildungen, nachgehen, belegt, dass die Integration in den Arbeitsmarkt funktioniert. Da lediglich ein gutes Viertel der beruflich Beschäftigten als Fachkräfte eingesetzt werden, sehe man jedoch auch den Bedarf einer langfristigen und qualitativ orientierten Arbeitsintegration. Das Gremium konnte dem Sachstandsbericht entnehmen, dass aktuell rund ein Viertel der Kinder im Integrationsmanagement von 0 bis unter 3 Jahren eine Kinderkrippe und rund 90 % der über Dreijährigen einen Kindergarten besuchen. Schwierigkeiten bereiten die ungenügende Zahl an Betreuungsplätzen.