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Ausschuss für Umwelt und Technik unterstützt gemeinnützige Altpapiersammlungen

Kostenlose Bereitstellung von Sammelcontainern für Kartonagen

Wegen der Vermarktungsprobleme beim Altpapier können seit Beginn dieses Jahres für gemischtes Altpapier, also Zeitungen, Zeitschriften und Kartonagen, keine Erlöse mehr erzielt werden. Nicht nur dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe fehlen dadurch Verwertungserlöse von einer Million Euro, auch die langjährigen Altpapiersammlungen von Vereinen und karitativen Einrichtungen waren von dieser Entwicklung massiv betroffen, wie Landrat Dr. Christoph Schnaudigel den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Technik in der aktuellen Sitzung berichtete, die am 28. Mai coronabedingt in der Altenbürghalle in Karlsdorf-Neuthard stattfand.

Die Verwaltung hat eine Möglichkeit gesucht, die von den Vereinen und karitativen Einrichtungen selbst organisierten Sammlungen zu unterstützen, damit die daraus erzielten Erlöse weiterhin für Jugendarbeit und viele andere Angebote zur Verfügung stehen. „Für gemischt gesammeltes Altpapier, wie es bei den bisherigen Sammlungen üblich ist, muss seit diesem Jahr für die Verwertung sogar zugezahlt werden, so dass die Sammlung für die Vereine und Einrichtungen nicht mehr rentabel war. Die Marktlage verbessert sich derzeit zwar etwas, aber sichere Erlöse sind nur zu erzielen, wenn Zeitungen und Zeitschriften sortenrein in den von den Verwertungsunternehmen bereitgestellten Containern gesammelt werden. Die Erlöse liegen dann zwischen 30 und 45 Euro pro Tonne. Nur fünf Euro pro Tonne gibt es, wenn sie mit einem vom Unternehmen gestellten Müllfahrzeug gesammelt werden“, berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. 

Da es für gemischtes Altpapier nach wie vor keine Erlöse gibt, für die verbleibenden und getrennt gesammelten Kartonagen zumindest geringe Erlöse zu erzielen sind, bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb an, an den Sammelterminen gebührenfreie Container für Kartonagen zur Verfügung zu stellen, damit sie nicht zusätzlich auf den Wertstoffhöfen in den Städten und Gemeinden landen. Die voraussichtlichen Kosten werden mit ca. 41.000 Euro beziffert, ausgehend von 50 Sammlungen im Kreisgebiet und 820 Euro pro Container inklusive Verwertung der darin enthaltenen Kartonagen. Das Gremium zeigte sich mit der gefundenen Lösung zufrieden und stimmte dem geplanten Vorgehen zu.