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Geringste Zahl im Landesvergleich bei den 13- bis 19- jährigen

Weiterer Rückgang von alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Karlsruhe

In der jüngsten Auswertung des statistischen Landesamt Baden-Württemberg zur Krankenhausbehandlung von Kindern und Jugendlichen durch Alkohol im Jahr 2018 glänzt der Landkreis Karlsruhe im landesweiten Vergleich mit der geringsten Zahl von alkoholbedingten Klinikeinweisungen bei den 13- bis 19-jährigen. Mit 54 Fällen hat der Landkreis die geringste Zahl seit 2004 erreicht: Danach gab es im Landkreis 73 und im Jahr 2012 sogar die Höchstzahl mit 114 betroffenen Kindern und Jugendlichen. 2016 betrug die Zahl 68 und im Jahr 2017 56 Einweisungen.

Als das Thema unter dem Begriff „Komasaufen“ einen Höhepunkt erlebte, wurde gemeinsam mit den Gemeinden und Städten an der Etablierung einer kommunalen Alkoholpräventionsstruktur gearbeitet. Die Suchtprävention hat mittlerweile für den Landkreis Karlsruhe seit Jahrzehnten unter dem Rahmenprogramm „Wegschauen ist keine Lösung“ einen hohen Stellenwert. Der Landkreis Karlsruhe zieht gemeinsam mit den Trägern baden-württembergischer Landesverband für Rehabilitation und Prävention gGmbH (bwlv) und dem Fachverband für Prävention und Rehabilitation der Erdiziöse Freiburg e.V. (AGJ) an einem Strang: So setzt z. B. die Peer-Ausbildung in Schulen direkt in der Lebenswelt von Jugendlichen an und bildet diese als Suchtexperten auf Augenhöhe aus. Auch der kontinuierliche Einsatz von Jugendschutzteams bei Festen zeigen offenbar nachhaltige Wirkungen, berichtet die Suchtbeauftragte des Landkreises Karlsruhe Melanie Anthoni.