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Prävention und Intervention bei Internet- und PC-Spielabhängigkeit

Angebotsbroschüre veröffentlicht

Laut der Suchtbeauftragten des Landkreises Karlsruhe Melanie Anthoni tragen unterschiedliche Aspekte zum gesunden Umgang mit Medien und damit zur Prävention von exzessivem oder gar süchtigem Verhalten bei. Das beginnt bei der eigenen Achtsamkeit um zeitlich und inhaltlich kontrolliert mit Medien umzugehen und geht über die Erziehung bzw. dem vorgelebten Medienverhalten der Eltern bis zum Wissen um alternative Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch die Fähigkeit, Konflikte und Krisen zu bewältigen, anstatt sich in virtuelle Welten zu flüchten, kann schützend sein. Um den vielfältigen Bedarfen in der Prävention und Intervention von Internet und PC-Spielabhängigkeit zu begegnen verweist die Suchtbeauftragte auf eine Broschüre, die sämtliche Angebote im Landkreis darstellt. Sie ist online unter www.landkreis-karlsruhe.de/medienflyer einsehbar und kann in Papierform über die EMailadresse suchtfragen@landratsamt-karlsruhe.de bestellt werden.

Entstanden ist die Broschüre aus dem landkreisweiten Fachkräftenetzwerk „Internet- und PC-Spielabhängigkeit“, das es seit 2018 gibt. Die Netzwerkgründung geht auf die Initiative der Interfraktionellen Arbeitsgruppe Sucht des Kreistags, der Arbeitsgemeinschaft Sucht und der Suchtbeauftragten im Rahmen eines Fachgespräches mit Prof. Dr. Anil Batra, Suchtmediziner der Universitätsklinkum Tübingen, zurück. Mitglieder des Netzwerkes sind Fachkräfte aus den Bereichen der Suchtberatung, Suchtprävention, Suchtrehabilitation/Psychosomatik, Erziehungsberatung, Jugendarbeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Frühen Hilfen, Polizei und des Kreismedienzentrums. Neben den vielfältigen Chancen vom Mediengebrauch im Alltag sehen die Fachkräfte Risiken. Insbesondere wenn alternativen Freizeitbeschäftigungen immer weniger nachgegangen und negative Konsequenzen wie z.B. schulische Notenverschlechterungen oder der Verlust von realen Freundschaften in Kauf genommen wird.