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Wer wird getestet?

Um eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-COV-2 und der Lungenkrankheit COVID-19 in Deutschland einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen, müssen Infektions- und Verdachtsfälle früh erkannt, isoliert und Hygiene­maßnahmen konsequent eingehalten werden. 

1. Testung bei begründetem Verdacht:

Wendet sich eine Person mit Krankheitssymptomen, die auf eine Coronavirus-Infektion hinweisen, an eine Praxis, entscheidet der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI), ob er einen Abstrich macht. 

2. Wer wird ohne Symptome getestet?  

Personen, die Kontakt zu einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten und vom Gesundheitsamt als Kontaktperson der Kategorie I eingestuft wurden. 

Personen, die über die Corona-Warn-App die Information erhalten, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatten, können sich an eine Arztpraxis oder an das Gesundheitsamt wenden. Dann wird gegebenenfalls ein PCR-Test auf SARS-CoV-2 veranlasst. 

Im Rahmen von Ausbrüchen in zum Beispiel Gemeinschaftsunterkünften, Betrieben, Pflegeheimen und Schulen können Testungen mit Auftrag des Gesundheitsamts durchgeführt werden.

Um besonders gefährdete Menschen effektiv zu schützen, übernimmt das Land Baden-Württemberg die Kosten, wenn Patienten vor der Aufnahme in Einrichtungen der Alten-und Behindertenhilfe auf das Coronavirus getestet werden oder bei Patienten vor ambulanten OPs bei besonderer epidemiologischer Lage.

Außerdem können sich Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und der Kindertagespflege zwischen dem 17. August und dem 1. November auch symptomfrei zweimalig auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen lassen.

Einreisende aus Risikogebieten sind zu einem Corona-Test verpflichtet. Anspruch besteht innerhalb von zehn Tagen (statt bislang 72 Stunden!).

Tests bei Personen ohne Symptome sind zudem möglich, wenn sich jemand in den letzten 14 Tagen vor Testung innerhalb Deutschlands in einem Gebiet mit erhöhten Infektionsrisiko aufgehalten hat (gilt für Gebiete, wo sich laut RKI in einem Zeitraum von sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner mehr als 50 Personen neu mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben).

Es besteht Meldepflicht ans Gesundheitsamt

Alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammen­hang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 müssen dem örtlichen Gesundheitsamt gemeldet werden.

Weiterführende Informationen für Ärzte:

https://www.kvbawue.de/praxis/aktuelles/coronavirus-sars-cov-2/diagnostik-testungen/