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Gleichstellungsbeauftragte berichtete im Verwaltungsausschuss des Kreistags

Corona-Pandemie beeinträchtigt Projekte und Zusammenarbeit

Über ihre Tätigkeiten, Maßnahmen sowie Projekte sowohl im verwaltungsinternen wie -externen Bereich berichtete die Gleichstellungsbeauftragte Astrid Stolz in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am 5. November in der Altenbürghalle in Karlsdorf-Neuthard.

Die statistischen Zahlen in Bezug auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreisverwaltung haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert. Dies betrifft sowohl die Teilzeitquote mit aktuell 34 %, bei der weiterhin die Frauen mit einem Anteil von 92 % dominieren, als auch den Frauenanteil, der mit 65 % rund zwei Prozentpunkte höher liegt als im letzten Berichtsjahr.

Seit Juli ist mit Sozialdezernentin Margit Freund erstmals eine Frau in der Dezernatsebene vertreten. Mit Kathrin Haas als neuer Leiterin des Amtes für Integration werden weiterhin drei Ämter von Frauen geführt, was einem Anteil von 21 % entspricht. Diese Stellenbesetzungen im Bereich der oberen Führungsebene belegen, dass Frauen bei entsprechender Qualifikation im Landratsamt Chancen bei der Besetzung von höherwertigen Stellen haben, so das Fazit der Gleichstellungsbeauftragten Astrid Stolz. Im Bereich der mittleren Führungsebene sei der Frauenanteil ungleich höher: 34 % der Abteilungsleitungen im Kommunalbereich sind mit Frauen besetzt, bei den kommunalen Sachgebietsleitungen sind es sogar 51 %. Diese mittleren Leitungspositionen werden stellenweise in Teilzeit, sowohl von Männern als auch Frauen, sowie erfolgreich im Rahmen des Job-Sharing ausgeübt und eröffnen Teilzeitkräften Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung.

Einen großen Einschnitt für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten stellen die restriktiven Regelungen infolge der Corona-Pandemie dar. Zahlreiche Veranstaltungen und Austauschtreffen konnten nicht stattfinden und mussten verschoben werden. Davon betroffen sind u.a. die Veranstaltungsreihen „Kommunalpolitik für Frauen im Landkreis Karlsruhe“ zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bruchsal, Ettlingen und Waghäusel sowie „Unser Landkreis braucht Frauen – wir machen mit!“ gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauen Karlsruhe-Land. Soweit möglich, wurden Workshops im Online Format durchgeführt. Die Gleichstellungsbeauftragte steht jedoch weiterhin in Kontakt mit langjährigen Kooperationspartnern wie die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Handwerkskammer Karlsruhe, Kontaktstelle Frau und Beruf Karlsruhe - Mittlerer Oberrhein, die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, die Jobcenter von Stadt und des Landkreis Karlsruhe und auch den Mitgliedern des Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen“. Dank der langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit wird es gelingen, die Projekte nahtlos weiterzuführen und Veranstaltungen nachzuholen, sobald es die epidemiologische Lage zulässt, zeigt sich Astrid Stolz zuversichtlich.