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'Azubis für Jugendschutz!'

Auszubildende im Landkreis engagieren sich für Suchtprävention und Jugendschutz

Wie stellt man fest, dass jemand Probleme mit Alkohol oder anderen Drogen hat und wie kann man verhindern, dass es überhaupt dazu kommt? Mit diesem Thema beschäftigen sich seit 2015 Auszubildende und Berufsanfänger im Landkreis Karlsruhe im Rahmen der landkreiseigenen Initiative „Wegschauen ist keine Lösung“. Ende November haben 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die sechste Auflage der Seminarreihe „Azubis für Jugendschutz – Wir sind die kommunale Zukunft“ erfolgreich beendet. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Suchtberatungsstellen des bwlv Karlsruhe/Bruchsal und der agj Ettlingen haben die Azubis und Berufseinsteiger ausgebildet, damit sie sich in ihrer Kommune aktiv für Jugendschutz und Suchtprävention einsetzen können. Wir sensibilisieren sie für die Gefahren auch des eigenen Suchtmittelkonsums und wollen sie aktiv in die Präventionsarbeit einbinden“, erläuterte Janine Germann vom Amt für Grundsatz und Soziales im Landratsamt Karlsruhe, die die Suchtprävention für Schulen und Vereine sowie das bürgerschaftliche Engagement koordiniert.

„Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, an Aktionen wie Alkoholtestkäufen oder Jugendschutzeinsätzen bei Straßenfesten teilzunehmen. Sie sind selbst noch jung und haben so einen ganz anderen Zugang zu den Jugendlichen als Erwachsene“, berichtete die Suchtbeauftragte des Landkreises Karlsruhe Melanie Anthoni, die sich auf Ideen und Anregungen der Azubis für die Arbeit vor Ort freut und dazu ermutigt, bei der Gestaltung neuer Projekte mitzuwirken und die kommunalen Ansprechpartner für Jugendschutz und Suchtprävention zu unterstützen.

Die siebte Seminarreihe hat bereits begonnen und wird – wie zum Teil auch der vorhergehende Kurs – in einem Onlineformat durchgeführt. Nähere Informationen zu dem Rahmenprogramm „Wegschauen ist keine Lösung“ und dem Projekt „Azubis für Jugendschutz“ sind online unter https://www.landkreis-karlsruhe.de/Sozialplanung-Sucht abrufbar.