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Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Karlsruhe weist auf Nitratinformationsdienst hin


Im Rahmen des Nitratinformationsdienstes können Landwirte Bodenproben analysieren lassen und Empfehlungen zur Stickstoffdüngung erhalten, so die Information des Landwirtschaftsamtes im Landratsamt Karlsruhe. Das Labor Bioplan (Tel. 07261 5995) hält Sammelstellen in Münzesheim, Ansprechpartner ist Adrian Dörrmann, Ulmenstr.10, Tel. 0160 / 2263817 und in Zaisenhausen, Eckbert Pfeil, Lußhof, Tel. 0170 / 7535262 vor. Das Labor Wagenmann (Tel. 07643 / 9141511) bietet Sammelstellen in Bretten, Friedrich Holstein, Ruiterstr. 31, Tel. 07252 2168, Liedolsheim, Sigurd Zimmermann, Birkenhof, Tel. 07247 946188, Malsch (ZG Malsch, Stefanstr. 1, Tel. 07246 920520) und Bruchsal (ZG Bruchsal, Industriestr. 13, Tel. 07251 916331) an. Für das Labor Bioplan ist Abholtag dienstags ab 14 Uhr bzw. bei größeren Probenmengen nach Bedarf. Für das Labor Wagenmann ist der Abholtag mittwochs ab 10 Uhr. Spätestens fünf Tage nach dem Abholtag erhält der Landwirt die Düngeempfehlung zur Stickstoffdüngung.

Es ist möglich, die Beprobungsstandorte online unter www.duengung-bw.de zu erfassen. Dies macht beim ersten Mal etwas Arbeit, erleichtert aber zukünftig das ganze Verfahren, da auf die dann angelegten Schläge und Kulturen in den Folgejahren dann online zurückgegriffen werden kann. Außerdem erhält der Landwirt dann die Düngeempfehlung auch online vom Labor, was in der Regel 2-3 Tage schneller geht als auf dem Postweg.  Auch das abspeichern bzw. der Onlinezugriff sowie das Verwalten per EDV ist dann einfacher.

Im Wasserschutzgebiet ist zu den Kulturen Mais, Kartoffel, Tabak und Spargel eine Nmin-Untersuchung vorgeschrieben. Ebenso ist im Rahmen der Fruchtfolge nach folgenden Kulturen eine Nmin-Untersuchung vorgeschrieben: nach Kartoffeln, Vorfrüchten mit N-reichen Ernteresten (Leguminosen, Raps, Zuckerrüben, Gemüse und Tabak) sowie nach mehrjähriger Stilllegung. Die Probenahmetiefe für den NID beträgt 60 Zentimeter. Bei Mais und Spargel (ab dem dritten Jahr) in WSG-Problem- und Sanierungsgebieten muss jedoch bis 90 Zentimeter beprobt werden.

In Nitratgebieten bzw. Roten Gebieten müssen ebenfalls entsprechend Bodenproben gezogen werden. Nähere Informatonen hierzu finden Sie online unter www.duengung-bw.de, dort unter dem Punkt Informationen.

Zwischen der Probenahme und der letzten Stickstoffdüngung (organisch oder mineralisch) müssen mindestens vier Wochen liegen. Die Bodenproben sollten circa acht bis zehn Tage vor der anstehenden ersten Düngegabe gezogen werden, da größere Abstände keine exakte Düngeempfehlung erlauben.

Termine für die Bodenprobenahme sind: ab Mitte Februar: Wintergetreide und Winterraps, Ende Februar/Anfang März: Sommergetreide, Anfang/Mitte März: Zuckerrüben, Ende März/Anfang April: Sonnenblumen und Kartoffel, Ende April/Anfang Mai: Reben, Anfang/Mitte April: Mais, Mitte/Ende Mai: Mais in Problem- und Sanierungsgebieten (späte Nmin Messmethode ist vorgeschrieben), Anfang Juni: Spargel. Bei den Sammelstellen können auch Bodenproben zur Untersuchung auf Grundnährstoffe abgegeben werden. Die Probenahmetiefe bei der Grunduntersuchung sollte immer der Bodenbearbeitungstiefe entsprechen. Die Proben können mit täglich an den Sammelstellen angeliefert werden.

In den letzten Jahren wurden verstärkt professionelle Probenehmer mit der Bodenprobenahme beauftragt, so dass die Qualität der Probenahme steigt. Die maschinelle Probenahme ist deshalb der Beprobung von Hand vorzuziehen. Dafür stehen in Zaisenhausen Mischa Pfeil (Tel. 0176 23352390) und in Sulzfeld Rainer Krüger (Tel. 0160 94787863) im Dienstbezirk zur Verfügung und können bei Bedarf direkt kontaktiert werden.

Weitere Informationen erteilen Rolf Kern, Tel. 0721 936-88290 und Wolfgang Ibach, Tel. 0721 936-89020 vom Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Karlsruhe.