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Auch Schülerinnen und Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Landkreis Karlsruhe können sich testen lassen

Angebot des Landkreises wird dankbar angenommen

Der Landkreis Karlsruhe hat sich als Schulträger der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren entschlossen, auf eigene Kosten auch Schnelltests für deren Schülerinnen und Schüler anzubieten. „Die Schülerinnen und Schüler an unseren Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren zählen zur Gruppe der vulnerablen Personen. Um sie besonders zu schützen, haben wir uns als Schulträge dazu entschlossen, ihnen das Angebot zu machen, sich zwei Mal pro Woche testen zu lassen, wie es auch dem Personal der Schulen zusteht. Mit dem Unterschied, dass die Tests für die jungen Menschen vom Kreis und nicht vom Land bezahlt werden“ berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel von der besonderen Aktion. Ein großer Vorteil: die Tests finden vor Ort an den Schulen statt.

Besonders schnell mit der Umsetzung war die Ludwig Guttmann Schule in Karlsbad. Seit Montag, 1. März, führt dort Benedikt Bühler von der Rathaus-Apotheke Grötzingen mit einem dreiköpfigen Team die Tests an der Stammschule sowie der Außenstelle in Langensteinbach als auch an der Außenklasse in der Grundschule Ittersbach als freiwilliges Angebot für die Schülerschaft durch. Er ist von montags bis donnerstags ab 7.45 Uhr bis ca. 11 Uhr vor Ort. In diesem Zeitraum kann sich auch das Schulpersonal testen lassen.

„Die Zusammenarbeit klappt hervorragend“, freut sich Schulleiterin Claudia Kury, die gleich nach der Entscheidung des Landkreises Karlsruhe die notwendigen Erklärungen von Seiten der Eltern eingeholt hat. „Wir sind sehr dankbar für das Angebot, denn es gibt dem Personal, unseren Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen mehr Sicherheit, dass Infektionen schnell erkannt und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können.“ Ihr Fazit nach einer Woche fällt durchweg positiv aus. „Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler lassen sich bisher testen. Bei Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf ist das eine große Herausforderung, aber alle an der Schule ziehen an einem Strang, um die Tests in den Schulalltag zu integrieren. Die Einbindung der Testungen durch die Apotheken gelang auch aufgrund des guten Hygienekonzeptes der Schule, das in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt zu Beginn der Pandemie entwickelt wurde, reibungslos.“ In der Außenstelle in Kronau testet die Stadt-Apotheke Walldorf an zwei Tagen die Woche und in der Außenstelle Gaggenau die Vitalapotheke im Gesundheitszentrum. Auch an den anderen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Kreises können sich neben dem Schulpersonal auch Schülerinnen und Schüler direkt an der Schule freiwillig testen lassen.

Nach aktueller Teststrategie des Landes kann sich das an den Schulen beschäftigte Personal zwei Mal pro Woche testen lassen. Die Kosten trägt das Land. Für den Landkreis Karlsruhe ist es wichtig, bei den Testungen nicht nur einzelne Bereiche abzudecken, sondern flächendeckend alle Personen, die am Schulleben beteiligt sind, zu berücksichtigen, um den bestmöglichen Schutz für alle Beteiligten zu erzielen. Daher das Angebot auch für die Schülerschaft an allen sechs Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Kreises. Bis die Teststrategie auch auf die Schülerinnen und Schüler ausgeweitet wird, übernimmt der Kreis die Kosten.