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Hürde Berufseinstieg erfolgreich angehen

Sachstandsbericht Übergang Schule - Beruf im Verwaltungsausschuss

Damit Schülerinnen und Schüler den Übergang von Schule zu Beruf erfolgreich meistern, hat der Landkreis Karlsruhe an seinen acht Beruflichen Schulen entsprechende Angebote geschaffen. Einen aktuellen Sachstandsbericht stellte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dem Verwaltungsausschuss des Kreistags des Landkreises in der Sitzung am Donnerstag, 15. April, vor. „Der Kreis hat in den zurückliegenden Jahren 12,5 Stellen im Amt für Schulen und Kultur geschaffen, zum Teil gefördert durch das Land Baden-Württemberg, die rund 800 Schülerinnen und Schüler, darunter auch Geflüchtete und Migranten, individuell zu ihrem weiteren Berufs- und Ausbildungsweg beraten, beim Bewerbungsprozess unterstützen und Praktika und Ausbildungsstellen vermitteln“, informierte der Landrat.

Besondere Bedeutung kommt dem Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) für nicht ausbildungsreife Jugendliche zu. Er ist die meistbesuchte Schulform im Schuljahr 2020/2021 mit Ganztagesschule, Lerneinheiten in der Schule und im Praktikumsbetrieb mit der Möglichkeit, nach einem Jahr einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss zu erlangen. „Das Konzept mit speziell geschulten AVdual-Begleitern, für die 6,5 Stellen bereitstehen, trägt maßgeblich zu erfolgreichen Übergängen von der Schule in den Beruf bei und wir wollen es auf weitere Berufliche Schulen ausweiten. Zum neuen Schuljahr führen wir es an der Balthasar-Neumann-Schule II ein“, gab Landrat Dr. Christoph Schnaudigel einen Ausblick. Daneben stehen 4,5 Stellen für Jugendberufshelfer zur Verfügung, u.a. für die Schulformen Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen (VABO), Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB), Berufseinstiegsjahr (BEJ) oder auch Berufsfachschulen, Berufsschulen, Berufskollegs und Gymnasien.

Die Mitglieder des Ausschusses sahen es als Erfolg, dass im vergangenen Schuljahr 2019/2020 768 Praktika vermittelt werden konnten. Auffällig ist hierbei, dass der Kaufmännische Bereich, Gesundheit, Pflege & Soziales sowie das Handwerk mit jeweils ca. 200 vermittelten Praktika den deutlich größten Anteil ausmachten. Der Ausschuss danke den am Gelingen beteiligten Beruflichen Schulen, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, den Kammern, den Unternehmen und Organisationen der regionalen Wirtschaft sowie den Städten und Gemeinden. Der Ausschuss und der Landkreis begrüßen zudem die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium und setzen auf eine dauerhafte Beteiligung durch das Land in dieser großen gemeinsamen Kraftanstrengung.

Für das aktuelle Schuljahr wird bereits jetzt deutlich, dass mit einer allgemeinen Steigerung der Beratungsfälle gerechnet werden muss, da sich die Problemlagen der Jugendlichen und somit auch die Bedarfe durch die Corona-Pandemie erhöht haben.