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Geförderte Glasfaserinfrastruktur in Gondelsheim in Betrieb

Privat- und Gewerbekunden profitieren von Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinde

Einmal mehr zahlt sich die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Karlsruhe und seinen Städten und Gemeinden aus: Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp gaben am Dienstag, 11. Mai, den Startschuss für die Glasfaserversorgung in Gondelsheim. Die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH, deren Gesellschafter der Landkreis Karlsruhe und die TelemaxX Telekommunikation GmbH sind und der sich 30 Kommunen im Kreis angeschlossen haben, hat das Glasfasernetz (Backbone) bis zum Übergabepunkt in der Industriestraße in Gondelsheim gebaut. Die förderfähigen Ausgaben für die komplette Backboneverbindung von Bretten nach Gondelsheim in Höhe von rd. 721.000 Euro werden dabei mit rd. 418.000 Euro vom Land Baden-Württemberg bezuschusst. Für den Ausbau des innerörtlichen Netzes zeichnete sich dann die Gemeinde Gondelsheim verantwortlich, die für die Versorgung der Industriestraße abzüglich von Fördermitteln rund 63.000 Euro aus eigenen Mitteln investierte.

„Hier zeigen sich deutlich die Vorteile des kreisweiten Engagements der BLK. Wir betrachten bei den Ausbaumaßnahmen nicht isoliert nur eine Gemeinde oder ein Teilgebiet einer Gemeinde, sondern haben immer das gesamte Kreisgebiet im Blick und profitieren von der bereits realisierten eigenen Infrastruktur. Vom Übergabepunkt am Bahnhof Bretten wurde die geförderte Backbone-Infrastruktur über das Wohngebiet Steinzeugpark bis an den Übergabepunkt in Gondelsheim gebaut. Dieser Streckenabschnitt zwischen Gondelsheim und Bretten dient außerdem als Glasfaserverbindung zwischen den Kliniken Bruchsal und Bretten im Holdingverbund“, berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Er betonte darüber hinaus, dass diese Maßnahmen nur dank der Förderung des Landes Baden-Württemberg für die landkreisweiten Backbonenetze umsetzbar sind. „Die Backboneförderung ist und bleibt weiterhin ein zentraler Baustein, um die kommunalen innerörtlichen Netze anzubinden und so für eine flächendeckende Gigabitgesellschaft zu sorgen. Ich möchte die Gelegenheit daher gerne nutzen und das Land Baden-Württemberg darin bestärken, diese Förderung weiterhin aufrechtzuerhalten“, richtete der Landrat seinen Dank an das Land Baden-Württemberg.

Bürgermeister Markus Rupp ergänzt: „In Sachen schnelles Internet ist Gondelsheim zum Glück seit vielen Jahren kein Neandertal. Aber dennoch bin ich davon überzeugt, die nachhaltige Digitalisierung wird nur mit Glasfaser gelingen. Deshalb bin ich glücklich über den nun eingerichteten Point of Presence (PoP) im Süden unserer Gemeinde als Ausgangspunkt für einen flächendeckenden Glasfaserausbau. Als Starter ist der bisher weiße Fleck Gewerbegebiet ‚Industriestraße‘ nun dank der BLK an die moderne Datenautobahn angeschlossen“. 

Der Glasfaserausbau kommt sowohl Privat- als auch Gewerbekunden zu Gute. Als erster Pilotkunde ging die Firma Harsch Bau GmbH & Co KG ans Netz, die dank der Breitbandgesellschaft und der Gemeinde Gondelsheim nun über eine Grundversorgung mit Glasfaser verfügt.

Das kommunale Glasfasernetz kann zuverlässig hohe Down- und Upload-Bandbreiten gewährleisten. Dies ist unabdingbar für die soziale Teilhabe, insbesondere im Rahmen von Home-Schooling und Home-Office. Jeder Cent, der in den kommunalen Glasfaserausbau gesteckt wird, ist – unabhängig vom Geldgeber - eine Investition in die Zukunft, waren sich die Anwesenden einig. Die Gesamtfördersumme für den Glasfaserausbau im Landkreis Karlsruhe beträgt derzeit 31 Mio. Euro, die sich aus 17,5 Mio. Euro Landesförderung, 8,3 Mio. Euro Bundesförderung und 5,2 Mio. Euro Landeskofinanzierung zusammensetzen.