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Sportvereine und Kitas für mehr Bewegung

Neue Schulungen für den Bewegungspass ab Juni

Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus Sportvereinen sowie Erzieherinnen und Erzieher, die mit Kindern von zwei bis sieben Jahren arbeiten, können sich für die neuen Schulungen zum Bewegungspass in Stadt und Landkreis Karlsruhe anmelden. Die eintägigen Schulungen finden jeweils samstags vor Ort statt. Pädagogische Fachkräfte aus dem Landkreis Karlsruhe können den Kurs am 3. Juli in Waghäusel-Wiesental und am 25. September in Waldbronn besuchen. Für die Pädagogischen Fachkräfte aus Karlsruher Einrichtungen finden die Schulungen in Karlsruhe am 12. Juni und 17. Juli statt. Übungsleitungen der Sportvereine aus Stadt- und Landkreis können am 19. Juni in Karlsruhe und 10. Juli in Waldbronn teilnehmen. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an info@sus.karlsruhe.de. Weitere Informationen sind unter www.karlsruhe.de/bewegungspass nachzulesen.

Der Bewegungspass ist ein Instrument, das den Kindern in den Einrichtungen und Sportvereinen das Erlernen der Grundbewegungsarten erleichtert. Die Kinder hüpfen wie ein Känguru, balancieren wie ein Eichhörnchen oder spielen mit dem Ball wie ein Seehund. Die Übungen fangen einfach an und werden immer komplexer, sie wachsen mit den Kindern mit. Sobald ein Kind eine Bewegung gut kann, erhält es einen Sticker für seinen Bewegungspass.

Die kommunalen Gesundheitskonferenzen aus Stadt und Landkreis Karlsruhe schulen interessierte Einrichtungen und Sportvereine, damit das Konzept des Bewegungspasses breite Anwendung findet. Seit dem Projektstart Ende 2019 haben sich Erzieherinnen und Erzieher aus 38 Kitas und sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus zehn Sportvereinen zertifizieren lassen. Nach der Schulung erhalten die Einrichtungen eine Tasche mit Spiel- und Übungsmaterialien sowie eine Spielesammlung mit zahlreichen Bewegungsideen. Außerdem gibt es für jedes Kind einen Bewegungspass, Sticker zum Einkleben und eine kleine Überraschung, wenn das Heft voll ist.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich viele Kinder durch die Einschränkungen durch Corona weniger bewegen. Sie üben wichtige Bewegungsabläufe nicht ein, haben weniger Ausdauer und manche haben auch an Gewicht zugelegt. Fachleute befürchten, dass einige Kinder diese Lücken nicht mehr aufholen und bis ins Erwachsenenleben mitnehmen werden. Kitas, die den Bewegungspass schon eingeführt haben, bestätigen, dass die Übungen auch mit den Corona-Beschränkungen gut umzusetzen sind. Manche Erzieherinnen und Erzieher haben sich während des Lockdowns eigene Bewegungsgeschichten ausgedacht, um die Kinder zu Hause in Bewegung zu halten.

Der Bewegungspass in Stadt- und Landkreis Karlsruhe wird unterstützt vom Gesundheitspartner AOK Mittlerer Oberrhein sowie vom Badischen Turner-Bund und dem Sportkreis Bruchsal.