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Tipps für die Biotonne im Sommer

Der Sommer hat Einzug im Landkreis Karlsruhe gehalten und mit ihm besondere Herausforderungen für die getrennte Bioabfallsammlung mit dem Bringsystem oder der Biotonne. Durch die höheren Temperaturen in Kombination mit der Feuchtigkeit der Bioabfälle können unangenehme Gerüche entstehen. Die heißen Temperaturen beschleunigen die Zersetzung der organischen Abfälle, wodurch sich Geruchsstoffe entwickeln, die unerwünschte Insekten anlocken. Um dem vorzubeugen, gibt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe wichtige Hinweise für das richtige und hygienische Sammeln von Bioabfällen im Sommer:

Das Wichtigste bei der Sammlung von Bioabfällen in der Biotonne ist, die Feuchtigkeit niedrig zu halten. Damit sollte bereits in der Küche begonnen werden. Um Feuchtigkeit zu binden, hilft es, die feuchten Bioabfälle mit Zeitungspapier (kein Hochglanz) oder Küchenkrepp einzuwickeln, bevor sie in die Biotonne gegeben werden. Im Sommer ist es ratsam die Bioabfälle aus der Küche täglich zur Biotonne oder dem Transportbehälter zu bringen. Vorsortiergefäß und Biotonne können ebenfalls mit Zeitungspapier oder Küchenkrepp ausgekleidet werden.

Da Wärme die Aktivität der Mikroorganismen in der Biotonne und damit die Zersetzung begünstigt, sollte die Temperatur rund um die Abfallbehälter so niedrig wie möglich sein. Deshalb eignen sich als Standplätze für Bioabfallbehälter insbesondere kühle, schattige Orte. Im Schatten heizen sich die Behälter weniger auf und Abbauprozesse werden nicht zusätzlich beschleunigt.

Die Deckel von Biotonne und Transportbehälter sollten im Sommer stets fest verschlossen sein. Auch in der Küche ist es ratsam geschlossene Müllbehälter zu verwenden, um keine Fruchtfliegen anzulocken. Diese gelangen bereits bei gering geöffneten Deckeln zur Eiablage in die Behälter. Es empfiehlt sich, den Deckelrand der Biotonne mit Essigessenz zu reinigen, da Fliegen den Geruch von Essig meiden. Für Nutzerinnen und Nutzer der Biotonne kann ein dichtschließender Filterdeckel mit Filtereinsatz unterstützend wirken.

Die Biotonne sollte in den Sommermonaten unbedingt zu jedem Leerungstermin bereitgestellt werden, auch wenn sie nicht ganz voll ist. Da 26 Leerungen pro Jahr inbegriffen sind, entstehen dadurch keine Zusatzkosten.  Von Mai bis September kann die Biotonne gegen Aufpreis wöchentlich geleert werden. Nutzerinnen und Nutzer des Bringsystems sollten ihre Bioabfälle in dieser Zeit häufiger zu den Bioabfallsammelstellen transportieren.

Für eine hygienische Bioabfallsammlung ist es außerdem wichtig, die Biotonne oder den Transportbehälter regelmäßig mit heißem Wasser auszuspülen. Wer eine Biotonne besitzt und keine Zeit für die Reinigung findet, kann jederzeit eine einzelne oder die regelmäßige Reinigung der Biotonne über den Entsorgungsdienstleister kostenpflichtig hinzubuchen. Nach der Reinigung sollte die Tonne unbedingt trocken sein, bevor die nächsten Bioabfälle eingeworfen werden.

Gegen unangenehme Gerüche hilft außerdem ein sogenanntes Biotonnendeo. Die Geruchsstoffe werden dadurch meist biologisch abgebaut. Der Duft des Deos mindert außerdem den unangenehmen Geruch und beugt bei regelmäßiger Anwendung erneuter Geruchsbildung vor. Wird das Biotonnendeo regelmäßig eingesetzt, kann es auch präventiv gegen Maden und Fruchtfliegen wirken. Man erhält diese Produkte im Handel oder bei dem mit der Bioabfallsammlung beauftragten Entsorgungsunternehmen.

Sollten sich dennoch Larven im Bioabfall finden, gilt es ihnen die Feuchtigkeit zur Weiterentwicklung zu entziehen. Diese kann im Abfallbehälter mit Algenkalk oder Gesteinsmehl gebunden werden. Zusätzlich hindert eine dünne Schicht Erde die Tiere am Vordringen bis zum Tonnenrand.

Weitere Tipps zur Bioabfallsammlung unter www.die-biotonne.de.