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Nachhaltige Landwirtschaft hat hohen Bedarf an leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen

Ausbaustand im Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik

Spätestens während der Coronapandemie hat es sich erwiesen, dass leistungsfähige Glasfaseranschlüsse als Grundlage einer umfassenden Digitalisierung unerlässliche Stützen des gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Lebens sind. Neben Unternehmen, Behörden, Organisationen und privaten Haushalten, profitiert auch die Landwirtschaft von einem Direktanschluss an das Glasfasernetz. Die Breitbandkabelgesellschaft des Landkreises Karlsruhe hat gemeinsam mit den Städten und Gemeinden deshalb von Anfang an ein Augenmerk auf den Glasfaserausbau für landwirtschaftliche Betriebe gelegt. Im jüngsten Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags, der am 24. Juni in der Sporthalle der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee stattfand, wurde dem Gremium Bericht über den aktuellen Ausbaustand erstattet.

Auf dem Feld und im Stall sind automatische Arbeitsprozesse längst keine Seltenheit mehr. Der Einsatz von Apps, Drohnen, Sensoren, georeferenzierter Bodenproben oder Melkrobotern sind Beispiele von digitalen Systemen in der Landwirtschaft. Viele Landmaschinen sind mit intelligenten Technologien ausgestattet: So nutzen Traktoren GPS-Daten und ihre Bordcomputer ermöglichen eine punktgenaue Landbewirtschaftung. Sämtliche Systeme tragen dazu bei, dass Ressourcen und Betriebsmittel eingespart werden, was gleichermaßen zur Steigerung der Produktivität und der Nachhaltigkeit beiträgt und eine schonende Tierhaltung in der Region unterstützt. Um den Nutzen der Digitalisierung voll ausschöpfen zu können, sind auch hier leistungsfähige Glasfasernetze unerlässlich. Die Breitbandkabelgesellschaft verfolgt das Ziel, landkreisweit eine kabelgebundene und unterbrechungsfreie Gigabitbandbreite bereitzustellen, die durch Funkverbindungen ergänzt wird.

Eines der ersten Ausbauprojekte war 2016 die Anbindung des Hatzelhofes in Forst. Der Spargelhof Böser verfügt heute ebenso über eine Anbindung wie die Weingartener Aussiedlerhöfe „Sohl-Siedlung“ und „Sallenbusch“. Im nördlichen Landkreis profitieren Weingüter in Östringen-Tiefenbach von einem direkten Glasfaserkabelanschluss. Im Zuge der Erweiterung des Backbonenetzes im östlichen Landkreis wurde der Schwarzerdhof auf Brettener Gemarkung per Glasfaserkabel angebunden. In Gondelsheim folgen noch in diesem Jahr die Aussiedlerhöfe im Dossental und in Oberderdingen ist in Kürze im Rahmen einer Mitverlegung der Anschluss der Ölmühle vorgesehen. Im südlichen Landkreis wurde in Marxzell das Gebiet Frauenalb im Rahmen der Backbonerweiterung nach Bad Herrenalb versorgt und die Aussiedlerhöfe „Im Steinig“ in Karlsbad per direktem Glasfaseranschluss angeschlossen.

Im Rahmen der Bundes- und Landesförderung, die zusammen rund  90 % der förderfähigen Ausgaben abdecken, wurden darüber hinaus von den Kommunen weitere Ausbauvorhaben gestartet: so befindet sich die Glasfaseranbindung der Aussiedlerhöfe nördlich von Zaisenhausen bereits im Bau, Walzbachtal hat den flächendeckenden Anschluss der landwirtschaftlichen Betriebe „Binsheim“ ausgeschrieben. In Bruchsal liegt schon ein Förderbescheid für den Glasfaserausbau der Aussiedlerhöfe in der Langentalsiedlung vor, aber noch keine konkreter Umsetzungszeitpunkt. Östringen plant, das komplette Gebiet „Schindelberg“ mit all dort ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben und Aussiedlerhöfen anzubinden.