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Sanierungsarbeiten bei Karl-Berberich-Schule und Käthe-Kollwitz-Schule beendet

Nächste Projekte bei Jugendeinrichtung Schloss Stutensee

Nach zwölfmonatiger Generalsanierung der Karl-Berberich-Schule in Bruchsal und vorübergehender Auslagerung der Klassen findet der Schulbetrieb seit dem Schuljahr 2020/21 wieder im neu sanierten Gebäude statt. Dem Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags wurde in seiner Sitzung vom 24. Juni über die Sanierungsarbeiten berichtet, die sich von der technischen Gebäudeausrüstung wie Frisch- und Abwasser- sowie Zu-und Abluftanlagen über die     Innensanierung, also Sanitäreinrichtungen, Böden, Decken, Türen, Wände und der Erneuerung der Elektro-, Daten- und Telefonverkabelung, Beleuchtung, Brandmelde- und RWA-Anlage bis hin zur Fassadendämmung erstreckten. Die Abnahmen und Abrechnungen der Bau- und Planerleistungen befinden sich in der Endphase, sodass dem Kreistag voraussichtlich im November die formale Schlussabrechnung dem Kreistag vorgelegt werden kann. Vergeben hat der Ausschuss die Erneuerung der Trafostation und der Niederspannungshauptverteilung an eine Karlsruher Firma mit einer Vergabesumme von brutto 151.478,08 EUR. Nachdem die Schule in den letzten zwei Schuljahren einen enormen und nicht absehbaren Schülerzuwachs zu verzeichnen hatte, werden zusätzliche Räumlichkeiten für drei Klassen der Berufsschulstufe sowie ein bis zwei Klassen der Hauptstufe benötigt. Dabei wird geprüft, ob ein Multifunktionsraum und ein Fachraum vorübergehend als Klassenräume verwendet werden können oder ob andere Räumlichkeiten bei benachbarten Schulen kurzfristig zur Verfügung stehen.

Für die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume im 1. Obergeschoss der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal, die sich auf jeweils vier Fach- und Vorbereitungsräume mit Gesamtkosten in Höhe von 1.896.058,11 EUR erstreckte, erkannte der Ausschuss für Umwelt und Technik die Schlussabrechnung an. Beinhaltet waren neben der Erneuerung der Decken, Fußböden und der gesamten Haustechnikinstallationen inklusive Lüftungsanlage auch die Facheinrichtungen und die Möblierung der Räume, in denen Biologie-, Chemie- und Physikunterricht stattfindet. Die Sanierung wurde größtenteils außerhalb des Schulbetriebs durchgeführt. Nach den Sommerferien 2020 konnten die Räumlichkeiten wieder uneingeschränkt genutzt werden. Das Gremium begrüßte, dass die Kostenfeststellung um mehr als 150.000 EUR unterhalb der Kostenberechnung lag.

Bei der Jugendhilfeeinrichtung Schloss Stutensee im Eigentum des Landkreis Karlsruhe steht der Umbau der Wärmeversorgung an. Neben dem historischen Schlossgebäude aus dem 18. Jahrhundert umfasst das Areal 20 weitere Gebäude, die für Schul-, Wohn-, Betriebs-, Wirtschafts- und Verwaltungszwecke genutzt werden und überwiegend in den 1960er Jahren gebaut wurden. Bereits im Jahr 2008 wurde ein ganzheitliches Energiekonzept entwickelt, das sowohl die Sanierung der Gebäudehüllen als auch die Erneuerung der Wärmeversorgung miteinbezieht. Die wärmetechnische Sanierung der Gebäude ist abgeschlossen, jetzt steht die ökologische Neuausrichtung der noch mit Heizöl betriebenen Wärmeversorgung an. Da eine Anbindung an das Gasnetz aufgrund der Lage nicht möglich ist erfolgt die Wärmeversorgung autark und im Hinblick auf das Klimaschutzziel des Landkreises auf der Basis erneuerbarer Energien. Kern der Heizzentrale sind zwei Pelletkessel, die unabhängig voneinander betrieben werden. Damit ist sichergestellt, dass im Falle von Reparatur- oder Wartungsarbeiten die Wärmeerzeugung nicht unterbrochen wird. Der Wärmebedarf der Sommermonate - größtenteils Warmwasser – erfolgt ohne Pelletheizung über eine Wärmepumpe. Ihr Strombedarf wird über eine neu installierte Photovoltaikanlage gedeckt. Das veranschlagte Kostenvolumen beträgt 1.468.000 EUR zuzüglich 485.000 EUR für die punktuelle Sanierung des bestehenden Nahwärmenetzes.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete ferner, dass für den Ersatzneubau des stark sanierungsbedürftigen und brandschutztechnisch mittelfristig nicht weiter betreibbaren Heinrich-Wetzlar-Hauses der weitere Bauablauf feststeht. In diesem Gebäude werden straffällig gewordene männliche Jugendliche betreut, die anstatt einer Untersuchungshaft die Möglichkeit bekommen, in einer geschlossenen Unterbringung einen Schulabschluss nachzuholen. Kostenträger ist das Justizministerium Baden-Württemberg. Errichtet wird das neue Gebäude hinter der Sporthalle auf einem Teil des Sportplatzes. Die Genehmigung für den Bauantrag liegt vor.

Ende Juli sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Baukosten sind mit rund 6,5 Mio EUR veranschlagt.