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Zehn Jahre Pflegestützpunkt Ettlingen

Etablierte Anlaufstelle für alle Fragen zu Betreuung und Pflege

Wenn Angehörige oder man selbst Pflege- und Unterstützungsbedarf benötigen, sieht man sich mit einem Berg von Fragen und Problemen konfrontiert, um die Pflege zu organisieren. Welche Hilfestellungen gibt es und gibt es diese auch vor Ort? Welche Alternativen gibt es zum Pflegeheim und wer zahlt dafür? Wertvolle Unterstützung bieten hier die Pflegestützpunkte, die auf Initiative vom Land Baden-Württemberg als neutrale Anlaufstellen für alle Fragen rund um das Thema Alter und Pflege in den Kreisen eingerichtet wurden. Der Landkreis Karlsruhe hat zusammen mit den Pflege- und Krankenkassen umgehend die Chance ergriffen und vor zehn Jahren im Begegnungszentraum am Klösterle in Ettlingen den zweiten Pflegestützpunkt eröffnet.

„Wir waren damals einer der ersten Kreise, der seinen Einwohnerinnen und Einwohnern zwei Pflegestützpunkte anbieten konnte. In Bruchsal sind wir bereits im Jahr 2010 erfolgreich gestartet und haben die bis dato gesammelten Erfahrungen in die Arbeit in Ettlingen einfließen lassen“, informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei einem Pressetermin am Montag, 5. Juli, anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Pflegestützpunktes für den südlichen Landkreis. Er bezeichnete das umfassende, kostenfreie und anbieterunabhängige Beratungsangebot als richtungsweisenden Schritt angesichts einer älter werdenden Gesellschaft. „Immer mehr ältere Menschen können ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen und sind auf Unterstützung angewiesen. Niemand will von Pontius zu Pilatus laufen, um sich über sämtliche ambulanten und stationären Dienstleistungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren, um die individuell notwendige Unterstützung zu bekommen“, brachte es Landrat Dr. Christoph Schnaudigel auf den Punkt. Aus diesem Grund sind die Pflegestützpunkte in seinen Augen von zentraler Bedeutung. „Die Mitarbeiterinnen der Pflegestützpunkte kennen die Versorgungsangebote vor Ort, haben sich ein Netzwerk aus Pflegediensten, ehrenamtlichen Initiativen, Pflegeheimen, Seniorenräten und Nachbarschaftshilfen aufgebaut und verfügen zudem über das rechtliche Fachwissen. So können sie bei der Auswahl und Inanspruchnahme von konkreten Leistungen und Hilfsangeboten individuell beraten und informieren über Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

"Der Pflegestützpunkt in Ettlingen ist als fester Anlaufpunkt für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger sowie deren Angehörige nicht mehr wegzudenken. Die Anbindung an das Seniorenbegegnungszentrum und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sorgen dafür, dass das Beratungsangebot sehr gut angenommen wird. Die Beratung des Pflegestützpunktes ist für die Angehörigen eine deutliche Entlastung bei der Organisation der Pflege," würdigte Oberbürgermeister Johannes Arnold die geleistete Arbeit.

Auch Petra Spitzmüller, Geschäftsführerin der AOK Mittlerer Oberrhein, weiß um die Bedeutung der Stützpunkte. „Im Schulterschluss mit den Kommunen setzen sich die Kranken- und Pflegekassen seit über zehn Jahren für die Einrichtung der Pflegestützpunkte ein, um eine angemessene Betreuung für pflegebedürftige und ältere Menschen vor Ort sicherzustellen. Da steckt viel Herzblut drin. Die große Akzeptanz des Pflegestützpunktes Ettlingen zeigt, dass die Menschen die kompetente und individuelle Beratung schätzen. Dieses dichte regionale Netz wollen wir aufrechterhalten und stetig den Bedürfnissen der Menschen anpassen“, so die Geschäftsführerin.

„Der Pflegestützpunkt ist zu einer Institution in der Versorgungslandschaft geworden. Wann immer es um das Thema Alter und Pflege geht, werden wir sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch Fachleuten angefragt oder mit einbezogen. Das Beratungsangebot ist heute nicht mehr wegzudenken“, zog die Mitarbeiterin des Pflegestützpunktes Ettlingen, Catrin Heidenreich, Bilanz.

Neben den täglichen Sprechzeiten in Ettlingen werden auch Außensprechstunden in den umliegenden Städten und Gemeinden angeboten. Von Beginn an wurde das Beratungsangebot sehr gut angenommen. Durchschnittlich 3.000 Beratungsgespräche pro Jahr und pro Stützpunkt zeigen, wie wichtig und richtig die Pflegestützpunkte sind, waren sich die Gesprächspartner einig. Der Landkreis Karlsruhe war der erste in ganz Baden-Württemberg, der auch dank der nachhaltigen Unterstützung der AOK Mittlerer Oberrhein und der Städte und Gemeinden fünf Pflegestützpunkte – Bruchsal (2010) Ettlingen (2011), Bretten (2016), Stutensee und Waghäusel (beide 2019) - eingerichtet hat. Bereits 2009 hat der Kreistag des Landkreises Karlsruhe die Notwendigkeit und Vorzüge dieser Einrichtungen erkannt und sich für fünf Standorte ausgesprochen.