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Planungsprozess für kommendes Forstwirtschaftsjahr 2022 gestartet

 Nachhaltigkeit oberste Maxime

Im Forstbereich erfolgen Planungen mittel- bis langfristig, beispielsweise die sogenannte Forsteinrichtung als Planungsinstrument über zehn Jahre. In diesem Rahmen werden der Waldzustand erfasst und Oberziele für die Waldbewirtschaftung formuliert. Auf dieser Grundlage erstellen die Forstämter Jahresplanungen mit detaillierten Maßnahmen als operatives Instrument, um die Forstbetriebe zu führen. „Die Jahresplanung 2022 für die einzelnen kommunalen Forstbetriebe ist aktuell bei uns am Forstamt angelaufen und bereitet uns angesichts des aktuellen Waldzustandes einiges Kopfzerbrechen. Die Trockenheit der vergangenen Jahre, Sturmschäden und Schädlingsbefall haben dem Wald stark zugesetzt und das gilt es zu berücksichtigen“, informiert Forstamtsleiter Martin Moosmayer.

Das Forstamt beplant die künftigen Anbauflächen und Kulturen, die Pflege des Jungbestandes und auch die Holzernte. „Wir achten darauf, nur diejenigen Maßnahmen durchzuführen, die zwingend notwendig sind und diese dann so zielgerichtet wie möglich umzusetzen. Der Dreiklang aus Nutz-, Schutz und Erholungsfunktion des Waldes wird immer gleichrangig auf der gesamten Fläche berücksichtigt“, so der Forstamtsleiter.

Neben den Schäden der Vergangenheit ist der Klimawandel die größte Herausforderung. „Wir müssen den Wald klimafit für die Zukunft aufstellen. Vieles passiert durch die Natur von allein, aber an der ein oder anderen Stelle müssen wir aktiv eingreifen,“ so Forstamtsleiter Moosmayer weiter. Dies geschieht beispielsweise durch dosiertes Einbringen von klimastabilen heimischen Baumarten bei fehlender Naturverjüngung.

„Selbstverständlich planen wir auch die Menge der Holzernte. Wir schlagen dabei stets nicht mehr ein wie nachhaltig nachwächst. Mit der im Holzzuwachs gespeicherten Menge an Kohlensoff und der Verwendung als möglichst langlebige Holzprodukte bzw. durch die Substitution von CO²-lastigen Produkten und Prozessen betreiben wir aktiven Klimaschutz“, berichtet Amtsleiter Martin Moosmayer abschließend.