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Diagnose Depression - Eine noch immer unterschätzte Volkskrankheit

Rolle des Sports im Fokus der Auftaktveranstaltung zum Welttag der seelischen Gesundheit

Seit Jahren sind psychische Erkrankungen, die oft bereits in der Jugend entstehen, die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit; rund ein Drittel der Fehlzeiten sind auf die Diagnose Depression zurückzuführen. Obwohl sie inzwischen als Volkskrankheit eingestuft wird, gehören Depressionen zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere nach wie vor am meisten unterschätzten Erkrankungen. Die diesjährige Veranstaltungsreihe zum Welttag der seelischen Gesundheit nimmt daher das Thema „Depression“ in den Fokus. Zum Auftakt der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Stadt und Landkreis Karlsruhe laden die beiden Schirmherren Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Bürgermeister Dr. Martin Lenz interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zu der Veranstaltung „Diagnose Depression – In der Abseitsfalle!?“ am Mittwoch, 29. September, ein, in der es insbesondere um die Rolle des Sports geht. Die Veranstalter konnten interessante und namhafte Gäste aus Wissenschaft, Medizin und Sport gewinnen.

Die Veranstaltung findet in der Festhalle Stutensee-Blankenloch, Badstraße 7, statt. Beginn ist 18:30 Uhr; Einlass ab 17:30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Das Programm sowie Anmeldebogen können unter www.landkreis-karlsruhe.de/welttag abgerufen werden.

Über- oder Unterforderung, Schicksalsschläge, finanzielle Existenzängste, soziale Vereinsamung, Angst vor Outing oder Mobbing sind nur einige der vielfältigen Ursachen für depressive Episoden, die frühzeitig erkannt gut behandelbar sind.  Die Krankheit kann jeden treffen - unabhängig von Alter, Herkunft oder gesellschaftlicher Stellung, wobei Frauen signifikant häufiger betroffen sind als Männer.

Auch wenn zwischenzeitlich in der Öffentlichkeit stehende Frauen wie Männer offen über ihre psychische Erkrankung sprechen, scheinen sozioökonomische Faktoren wie Arbeitslosigkeit, geringe soziale Unterstützung oder ein insgesamt niedriger Sozialstatus das Ausbilden einer Depression zu begünstigen. Das belegen nicht nur der seit Jahren festzustellende Anstieg psychischer und psychosomatischer Beschwerden bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis ins hohe Alter. „Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den steigenden Nachfragen nach Beratung und Unterstützungsleistungen insbesondere in der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe wider, die nicht nur volkswirtschaftlich gesehen eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellen,“ betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die schwerwiegenden Auswirkungen einer Depression.

Rund um den Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober findet von 27. September bis 21. Oktober 2021 ein vielfältiges informatives wie kulturelles, aber auch aktivierendes Programm in Stadt und Landkreis Karlsruhe statt. Der Veranstaltungskalender steht unter www.landkreis-karlsruhe.de/wsg zur Verfügung.