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Erweiterungsplanungen für das Gewerbliche Bildungszentrum Bruchsal und die Beruflichen Schulen Bretten

Neues Bildungsangebot an der Handelslehranstalt Bruchsal im Bereich Übergang Schule - Beruf

Mit den aktuellen Entwicklungen und möglichen Erweiterungsplanungen für das Gewerbliche Bildungszentrum Bruchsal und die Beruflichen Schulen Bretten im Hinblick auf den gestiegenen Raumbedarf befasste sich der Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag, 21. Oktober, in der Berghalle in Karlsbad-Spielberg.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete dem Gremium, dass die Schülerzahlen an den Beruflichen Schulen des Landkreises seit mehreren Jahren auf einem konstanten Niveau von rund 9.000 Personen liegen. Nichtsdestotrotz hat sich der Raumbedarf deutlich erhöht, beispielsweise durch die Aufrechterhaltung des breiten Bildungsangebotes oder durch einen personellen Mehraufwand in einzelnen Bildungsgängen. Hinzu kommt noch die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Berufsschulklassen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, was insbesondere das Gewerbliche Bildungszentrum Bruchsal und die Karl-Berberich-Schule betrifft, deren Schülerzahlen seit Jahren steigen. „Die Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe und der Berufsvorbereitenden Einrichtung der Karl-Berberich-Schule sollen intensiver kooperieren und dafür die vorhandenen Werkstätten am Standort des Gewerblichen Bildungszentrums nutzen. Im Rahmen des zukunftsweisenden Projekts Handwerk 4.0 soll erstmals im Gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal ein Showroom zu Ausbildungszwecken errichtet werden“, informierte der Landrat über die Planungen. Eine ideale Kombination zur Unterbringung der Berufsschulklassen und des Showrooms stellt der Bau einer gemeinsamen Modulanlage in Holzbauweise auf dem Gelände des Gewerbliche Bildungszentrum Bruchsal dar. Auf ca. 400 m² Gesamtfläche können drei Klassenzimmer, der Showroom und Nebenräume errichtet werden. Dieser Schritt in eine reale Lernumgebung für Smart Home kann auch für Fortbildungsangebote der Kooperationspartner aus dem Handwerk, die bereits die ersten Schritte finanziell unterstützt haben, genutzt werden.  Der Ausschuss gab zu dem Vorhaben grünes Licht.

An den Beruflichen Schulen Bretten konnte der gestiegene Raumbedarf in den vergangenen Jahren durch Anmietung externer Räumlichkeiten gedeckt werden. Jedoch muss weiterhin die Aula für Unterrichtszwecke herangezogen werden und Fachunterricht wie Biologie und Chemie häufig in Klassenräumen erfolgen. Aufgrund der prekären Raumsituation ist die Landkreisverwaltung auf das Regierungspräsidium Karlsruhe zugegangen, das einen zusätzlichen Raumbedarf von 1.969 m² Programmfläche festgestellt hat. Dieser erhöht sich auf 2.871 m², wenn die angemieteten Außenklassen in der Wilhelmstraße und „Am Seedamm“ aufgegeben werden. Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass sich die maximal benötigten Flächen auf dem bestehenden Schulcampus mit Erweiterungsbauten realisieren lassen, sodass die Beruflichen Schulen Bretten an einem Standort zentral untergebracht wären. Der Verwaltungsausschuss beauftragte die Landkreisverwaltung mit den weiteren Planungsschritten.

Neues gibt es bei der Handelslehranstalt Bruchsal. Dort wird ab dem Schuljahr 2022/23 der dreijährigen Bildungsgang „Fachkraft für Lagerlogistik“ neu angeboten. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses sahen darin eine sinnvolle Ergänzung des Angebots im Bereich Übergang Schule – Beruf. Das Gremium fasste den entsprechenden Beschluss, nachdem die Regionalkonferenz Mittlerer Oberrhein der Einrichtung des Bildungsgangs bereits zugestimmt hat.