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Gleichstellungsbeauftragte berichtete im Verwaltungsausschuss des Kreistags

Projekte und Zusammenarbeit unter Pandemiebedingungen fortgeführt

Über ihre Tätigkeiten, Maßnahmen sowie Projekte sowohl im verwaltungsinternen wie -externen Bereich berichtete die Gleichstellungsbeauftragte Astrid Stolz in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am 21. Oktober in der Berghalle in Karlsbad-Spielberg.

Die statistischen Zahlen in Bezug auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreisverwaltung haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich geändert. Dies betrifft sowohl die Teilzeitquote mit aktuell rund 35 %, bei der weiterhin die Frauen mit einem Anteil von 93 % dominieren, als auch den Frauenanteil, der mit 65 % knapp einen Prozentpunkt höher liegt als im letzten Berichtsjahr.

Bei den Führungspositionen auf Dezernats- und Amtsleitungsebene ergaben sich keine Stellenveränderungen: Das Sozialdezernat sowie drei Ämter werden weiterhin von Frauen geleitet, was einem prozentualen Anteil von 21 % entspricht. Auch im Bereich der mittleren Führungsebene ist der Frauenanteil nahezu unverändert: Weiterhin 34 % der Abteilungsleitungen im Kommunalbereich sind mit Frauen besetzt, bei den kommunalen Sachgebietsleitungen sind es nun 52 % gegenüber 51 % im vergangenen Berichtsjahr. Diese mittleren Leitungspositionen werden stellenweise in Teilzeit, sowohl von Männern als auch Frauen, sowie erfolgreich im Rahmen des Job-Sharing ausgeübt und eröffnen Teilzeitkräften Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung.

Astrid Stolz berichtete daneben über die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Lockdowns: Neben dem Beruf müssen Frauen wieder deutlich mehr Aufgaben rund um Haushalt und Kinder übernehmen und sind durch die Arbeit im Homeoffice psychisch eher belastet, weil der Rückzugsort fehlt, so die Gleichstellungsbeauftragte. Zudem mussten Frauen meist stärkere Einkommenseinbußen hinnehmen, weil sie häufiger von Freistellungen und Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Coronabedingt erfolgte der Austausch digital, um die vertrauensvolle Zusammenarbeit und erfolgreiche Projekte dennoch weiterzuführen. So bestand weiterhin ein enger Kontakt mit langjährigen Kooperationspartnern wie die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Handwerkskammer Karlsruhe, die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, die Jobcenter von Stadt und des Landkreis Karlsruhe und auch den Beratungsstellen. Erfreulich war, dass das Netzwerktreffen „Kommunalpolitik für Frauen im Landkreis Karlsruhe“ zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bruchsal, Ettlingen und Waghäusel am 12. Oktober in Präsenz stattfinden konnte.