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Der Abfallwirtschaftsbetrieb gibt in einer Europäischen Aktionswoche Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelresten


Die Europäische Woche der Abfallvermeidung hat es sich zum Ziel gemacht, vom 20. bis 28. November für das titelgebende Thema zu sensibilisieren. Anlässlich der diesjährigen Motto-Woche engagiert sich auch der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe und gibt Tipps, wie weniger Lebensmittel im Alltag verschwendet werden können.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden jährlich etwa zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Ist das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, entsorgen viele Menschen das Produkt ungeprüft. Genaues Betrachten kann aber mitunter darüber Aufschluss geben, ob dieses noch genießbar ist. Ist die Verpackung unbeschädigt und das Lebensmittel sieht äußerlich gut aus, sollte als Nächstes ein Geruchstest folgen. Riecht es noch normal, kann es meist noch gegessen werden.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist allerdings vom Verbrauchsdatum zu unterscheiden. Während es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich um die Garantie über Zustand und Genießbarkeit eines Produkts seitens der Hersteller handelt, ist das Verbrauchsdatum eine extra ausgewiesene Angabe auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Eiern, Fisch oder Fleisch. Dieses sollte in der Regel nicht überschritten werden.

Um einem raschen Verfall vorzubeugen, ist die richtige Lagerung wichtig. Frische Lebensmittel gehören in den Kühlschrank. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich Produkte, die sich schon länger im Kühlschrank befinden und eine geringere Haltbarkeit aufweisen nach vorne sortiert und als Erstes verbraucht werden. Verderbliche Lebensmittel sind im untersten und gleichzeitig kältesten Kühlschrankfach gut aufgehoben. Obst und Gemüse sind im Gemüsefach am besten untergebracht. Allerdings eignet sich nicht jede Sorte für die Lagerung im Kühlschrank. Tomaten haben beispielsweise einen hohen Wasseranteil und sollten nicht zu kühl aufbewahrt werden.

Um weniger Lebensmittel zu verschwenden, sollte am besten ein Speiseplan für die Woche erstellt und bereits vor dem Einkauf geplant werden, was benötigt wird. So werden unnötige Einkäufe vermieden. Frische Lebensmittel sollte man nicht auf Vorrat kaufen. Wurde dennoch zu viel besorgt, kann man Unverdorbenes an Mitmenschen weiterreichen.

Obst- und Gemüsereste sind im Haushalt vielfältig einsetzbar. Lauch- und Frühlingszwiebeln lassen sich ganz einfach selbst nachziehen. Die unteren zwei bis drei Zentimeter mit Wurzeln können in einem Glas mit Wasser auf der Fensterbank neue Triebe bilden. Zitronenschalen etwa hinterlassen in der Spülmaschine einen frischen Duft.

Falls Lebensmittel dennoch entsorgt werden müssen, gehören diese in die Bioabfallsammlung. Aus Bioabfall wird wertvoller Kompost und Energie. Damit das Bioabfall-Potenzial ausgeschöpft werden kann, muss dieser frei von Störstoffen sein. Abgelaufene Lebensmittel müssen daher aus der Verpackung entfernt und erst anschließend in die Biotonne oder in den Transporteimer des Bringsystems gegeben werden.