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Der Landkreis Karlsruhe arbeitet weitere Details für die Neugestaltung des Landratsamtareals aus

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses, die am Donnerstag, 25. November im Kurhaus Waldbronn stattfand, informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ein weiteres Mal über den aktuellen Sachstand zur Neugestaltung des Landratsamtsareals in der Beiertheimer Allee in Karlsruhe.

So werden derzeit weitere Vorarbeiten für den Abbruch des Langbaus getroffen. Dieser kann aufgrund umfangreicher notwendiger Maßnahmen für den vorbeugenden Brandschutz nicht mehr im bisherigen Umfang genutzt werden. Vorbereitende Arbeiten für den ersten Teilabbruch sind bereits im Gang und sollen bis Januar 2022 abgeschlossen sein. So wurden beispielsweise im Foyer des Landratsamtes für wegfallende Flächen Beratungsboxen eingerichtet, in denen zukünftig Kundengespräche geführt werden.

Für die Nachbarschaft rund um die Beiertheimer Allee werden im Februar 2022 bei einer Anwohnerinformation konkrete Details bekannt gegeben, wie der erste Teilabbruch geplant ist und wie die hierfür notwendigen Baustelleneinrichtungen aussehen. Dabei wird auch aufgezeigt, wie der wegfallende Parkraum an anderer Stelle kompensiert werden soll. Anschließend soll mit der Baustelleneinrichtung noch im ersten Quartal des neuen Jahres begonnen werden.

Der Siegerentwurf des Architekturbüros Wittfoht für den Neubau sieht ein größeres Bauvolumen als die im Raumprogramm des Wettbewerbsverfahrens geforderten 25.000 Quadratmeter vor. Maximal steht ein Flächenvolumen von insgesamt 47.500 Quadratmetern zur Verfügung. Die Landkreisverwaltung hat seine Verwaltung derzeit an mehrere Standorte verteilt. Welche Bereiche künftig im Neubau untergebracht werden, muss von den Kreisgremien nach Vorlage weiterer Rahmenbedingungen festgelegt werden. Zunächst muss der Landkreis weitere Fachplaner beauftragen, etwa Brandschutzgutachter, Experten für Küchenplanung, Medientechnik und zur Erstellung eines Gesamtenergiekonzeptes. In einem Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“ werden die Rahmenbedingungen für Energie und Nachhaltigkeit konkretisiert. Sie sind die Basis zur Qualitätssicherung des Neubaus. Ein weiteres Ziel des Energiekonzeptes ist es, den einzelnen Fachingenieuren konkrete Planungsziele zu formulieren, um diese dann ganzheitlich umzusetzen. Damit soll eine zukunftsfähige und möglichst klimaneutrale zeitgemäße Herstellung, Versorgung und Steuerung des Gebäudes erreicht werden.

Im Mittelpunkt der Gespräche mit der Stadt Karlsruhe steht der Bebauungsplan, der das Areal entlang der Kriegsstraße, Ettlinger Straße, Hermann-Billing-Straße und Badenwerkstraße sowie am Festplatz umfassen soll. Der Verwaltungsausschuss bekräftigte dabei seinen Wunsch,  die östliche Optionsfläche  zu erweitern, um die gewünschte Adressbildung in Richtung Ettlinger Tor noch stärker zu betonen. Dabei soll auch ein umfassendes Grünflächenkonzept erarbeitet werden.