Seiteninhalt

Der Landkreis Karlsruhe kann kurzfristig 1.000 Plätze für Geflüchtete aus der Ukraine bereitstellen

Im Landkreis Karlsruhe werden in den kommenden Tagen zahlreiche Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet der Ukraine erwartet. Die Vorbereitungen für deren Unterbringung sind derzeit in vollem Gang. Kurzfristig kann der Landkreis rund 1.000 Plätze in eigenen oder angemieteten Unterkünften für Geflüchtete zur Verfügung stellen. „Wir profitieren von unseren Erfahrungen aus der Flüchtlingsaufnahme in den Jahren 2015 und 2016“, teilte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei der digitalen Pressekonferenz am Dienstag, 8. März, mit. „Schauen wir uns jedoch die Schätzungen an, wie viele Menschen aus der Ukraine flüchten werden, wie viele von ihnen in Deutschland ankommen und schließlich im Landkreis Karlsruhe untergebracht werden müssen, reichen diese Kapazitäten nicht aus“, betont er. Der Landkreis arbeite daher seit Beginn des Krieges daran, weitere Plätze in Unterkünften zu schaffen. Landrat Dr. Schnaudigel appelliert aber auch an die Kommunen, Privatpersonen wie auch Unternehmen, bei der Suche geeigneten Unterbringungen und Wohnraum zu aktivieren.

Die ersten rund 40 Menschen sind am Montagabend in der Gemeinschaftsunterkunft in Sulzfeld angekommen und dort vom Landkreis untergebracht. Zwei weitere Busse mit insgesamt etwa 130 Personen werden innerhalb der nächsten Tage erwartet. Einige Ankommende werden in Sulzfeld aufgenommen, darüber hinaus werden Kapazitäten in einer weiteren Unterkunft genutzt – voraussichtlich in Waghäusel. Zusätzliche Kapazitäten will der Landkreis unter anderem in Malsch, Weingarten und Gondelsheim nutzen. Darüber hinaus stehen in Kronau, Östringen und Heidelsheim Plätze für eine vorübergehende Unterbringung zur Verfügung.

„Um ausreichend Möglichkeiten zur Unterbringung bereitzustellen, benötigen wir die Unterstützung unserer Kommunen. Der Zustrom der Geflüchteten erreicht uns schon jetzt. Daher müssen wir handeln und zusammenarbeiten“, sagt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Der Landkreis bereitet sich entsprechend erster Schätzungen auf die Unterbringung von rund 5.000 Personen vor. Die Erfahrungen aus der Flüchtlingsthematik aus den Jahren 2015 und 2016 stimmen optimistisch, dass der Landkreis gemeinsam mit seinen Kommunen und dem ehrenamtlichen Engagement Herausforderungen wie diese meistern kann. Auch damals lag der Höchststand an Geflüchteten, die gleichzeitig im Kreis aufgenommen wurden, bei rund 5.000.

Für eine zusätzliche Entlastung sorgen private Angebote von Wohnraum für Geflüchtete. Der Landkreis will ein Portal einrichten, über welches Privatpersonen konkrete Angebote in den Städten und Gemeinden des Landkreises Karlsruhe melden können. Das schaffe weitere wichtige und dringend benötigte Kapazitäten. „Im Mittelpunkt steht, dass die Menschen aus den Kriegsgebieten bei uns zur Ruhe kommen können“, betont Landrat Dr. Schnaudigel.