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Der Landkreis bespricht mit seinen Kommunen die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine

Bei der Aufnahme der Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet der Ukraine arbeitet der Landkreis Karlsruhe eng mit seinen 32 Städten und Gemeinden zusammen. Daher hat er die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen bei einem digitalen Treffen am Mittwochmorgen, 9. März, über wichtige Eckpunkte informiert. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden vor allem Möglichkeiten für eine kurzfristige Unterbringung der Menschen diskutiert. Nach ersten Schätzungen könnten rund eine Million Geflüchtete Deutschland erreichen: Von dieser Anzahl ausgehend bereitet sich der Landkreis auf die Aufnahme von über 5.000 Menschen vor. Die Ersten sind bereits in größerer Zahl in Sulzfeld und Stutensee angekommen. Um die zeitnahe Ankunft weiterer Geflüchteter zu stemmen, schafft der Landkreis Kapazitäten in landkreiseigenen Unterbringungen und durch Mietobjekte. Zusätzlich akquirieren die Städte und Gemeinden kommunale und private Unterkünfte. Gemeinsam können so schon in den kommenden Tagen voraussichtlich bis zu 2.900 Plätze zur Verfügung gestellt werden. „Die ersten Rückmeldungen zeigen, wir sind handlungsfähig“, betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Bei den Gesprächen zwischen dem Landkreis und den Kommunen wurde erneut deutlich, dass private Angebote für Wohnraum unabdingbar sind. Damit Privatpersonen dieses schnell und einfach melden können, stellt der Landkreis auf seiner Homepage ein Formular bereit: www.landkreis-karlsruhe.de/UkraineWohnraumhilfe. Daneben kann das Hilfsangebot auch direkt bei den Kommunen oder über ein Formular beim Land gemeldet werden: https://www.justiz-bw.de/,Lde/Startseite/Auslaender+und+Fluechtlingspolitik/Sie+wollen+helfen_.

Priorität hat derzeit die Unterbringung, das verdeutlicht Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei dem Treffen. Weitere Schritte wie die Kinderbetreuung werde man zu gegebener Zeit angehen. Zunächst aber brauchen die Menschen erst einmal Schutz. Die Gesundheitsversorgung sowie die Übernahme von Mietkosten in privaten Unterkünften sind über das Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. Daher sei es auch so wichtig, dass alle Geflüchteten registriert werden und damit Anspruch auf diese Leistungen erhalten.

Hilfe ist jedoch auch weiterhin vor Ort nötig. Einige Kommunen im Landkreis engagieren sich mit eigenen Hilfsaktionen oder unterstützen private Initiativen vor Ort. Zudem unterstützt der Landkreis mit seinen Kommunen und deren Feuerwehren eine Spendenaktion des Landkreises Freudenstadt. Dieser ist eng mit seinem polnischen Partnerlandkreis Tomaszowski verbunden, der direkt an der ukrainischen Grenze liegt. Über die Aktion werden dringend benötigte Materialien zum Bevölkerungsschutz sowie für die Grundbedürfnisse der in Polen ankommenden Geflüchteten organisiert und gesammelt an die ukrainische Grenze in den Partnerkreis gebracht. Bei der nächsten Fahrt wird der Transport größtenteils von den Kreisfeuerwehren aus Karlsruhe übernommen. Wer helfen möchte, kann dies mit einer Spende tun:

„Landkreis Freudenstadt Sonderkonto Ukrainehilfe“

Kreissparkasse Freudenstadt

IBAN: DE24 6425 1060 0013 7206 69

Hinweis: Bei Beträgen bis 300 Euro gilt der Kontoauszug als Spendenbescheinigung