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Der Landkreis Karlsruhe erarbeitet eine regionale Wärmeausbaustrategie

Das Land Baden-Württemberg fördert die Maßnahme im Programm „Klimaschutz mit System“

Der Landkreis Karlsruhe strebt eine klimaneutrale Energieversorgung schon bis zum Jahr 2035 an. Das hat der Kreistag  bereits im Mai 2021 mit großer Mehrheit mit dem novellierten Klimaschutzkonzept zeozweifrei 2035 beschlossen. Dabei steht der Wärmesektor im Fokus. Dieser ist mit fast 50 Prozent maßgeblich an den energiebedingten CO2-Emissionen im Landkreis beteiligt. Darum hat der Landkreis, unterstützt durch seine Umwelt- und Energieagentur (UEA), nun das Konzept für eine Regionale Wärmeausbaustrategie entwickelt, die im nächsten Schritt ausgearbeitet werden soll.

Auf Grundlage der bisher ermittelten Wärmepotenziale und -bedarfe sollen zusätzlich die Bedarfe, Daten und Ergebnisse zahlreicher kommunaler und kreisweiter Konzepte und Prozesse gebündelt und zu einem Gesamtkonzept der regionalen Wärmeversorgung zusammengeführt werden. Dabei soll für die Landkreis-Kommunen Rechts- und Planungssicherheit für eine erfolgreiche Wärmewende geschaffen werden.

Der Fokus des Projektes liegt auf der Untersuchung von Wärmepotenzialen aus erneuerbaren Energien und der Machbarkeit von Wärmenetzen insbesondere im Hinblick auf interkommunale Verbindungen im Landkreis Karlsruhe. Die klimaneutral gewonnene Wärme kann wegen der örtlich ungleich verteilten Potenziale und Bedarfe nur mittels leitungsgebundener Wärmeversorgung optimal genutzt und im Landkreis verteilt werden. Die Strategie steht insbesondere auch unter dem Aspekt der regionalen Wertschöpfung: Daher sollen von Anfang an mögliche Betriebsformen unter Einbindung der Kommunen und der Bevölkerung geprüft werden.

Die Regionale Wärmeausbaustrategie wird gefördert durch das Programm „Klimaschutz mit System“ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und soll Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sein.