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Klimaschutz als vordringliche Aufgabe: Verwaltungsausschuss befasst sich mit der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises

Re-Audit des European Energy Award in Gold

Der Klimaschutz als eine der dringlichsten Aufgaben der Zukunft stand einmal mehr auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses des Landkreises Karlsruhe, der am Donnerstag, 7. April, im Sitzungssaal des BGV tagte.

In seiner Sitzung im Mai 2021 hat der Kreistag die Fortschreibung der Klimaschutzstrategie des Landkreises Karlsruhe und weitere konkrete Schritte beschlossen um das anvisierte Ziel, bereits im Jahr 2035 klimaneutraler Landkreis zu sein, zu erreichen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel informierte das Gremium, welche Themenschwerpunkte seitdem ausgearbeitet wurden und stellte sie den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses vor. Dabei hob er positiv hervor, dass das Land Baden-Württemberg jeweils zu 80 % Konzepte zum Aufbau einer regionalen Wärmeausbaustrategie und für das ressourcenschonende Bauen der Kommunen mit Holz fördert.

Die Versorgung mit Energie und Wärme rückt aufgrund der aktuellen Ereignisse immer stärker in den Mittelpunkt. Die Regionale Wärmeausbaustrategie legt ihren Fokus auf Gebiete mit hoher Wärmedichte, um gemeinsam mit den relevanten Akteuren wie Netzbetreibern und Energieversorgern die technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu eruieren und eine klimaneutrale Wärmeversorgung für den Landkreis aufzubauen. Einen Schritt weiter ist man beim Photovoltaik-Ausbau. Der Landkreis wird im ersten Halbjahr 2022 eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Ludwig Guttmann Schule in Kronau installieren. Auch einige Kommunen haben bereits Beschlüsse gefasst, so dass weitere Anlagen auf kommunalen Gebäuden sukzessive umgesetzt werden.

Im Rahmen der Holzbauoffensive Baden-Württemberg wird ein regionales Informationsnetzwerk aufgebaut, das alle Vorhabensträger im Landkreis unterstützt mit dem Ziel, den Holzbau als besonders nachhaltige Bauweise zu fördern. „Beim Neubau der Straßenmeistereien Bruchsal und Ettlingen in Holzhybridbauweise können wir bereits erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Für das Bauprojekt wurden Zuschüsse von insgesamt 1,125 Mio. Euro bewilligt.

Die Umwelt- und Energieagentur steht sowohl den Kommunen als auch der Bevölkerung mit umfassenden Informationen in diesen Themenfeldern beratend zur Seite. Das Gremium fand lobende Worte für das Engagement des Kreises und seiner Umwelt- und Energieagentur und stimmte der Klimaschutzstrategie „zeozweifrei 2035“ zu.

Eine weiteren Baustein zum Klimaschutz trägt die Landkreisverwaltung im Rahmen des Zertifizierungsprogramms „European Energy Award“ bei. Bereits zum 2. Mal steht die Re-Zertifizierung der höchsten Auszeichnungsstufe „Gold“ an. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Verwaltung in verschiedenen Handlungsfeldern unterschiedliche konkrete Maßnahmen verankert, die weitergeführt bzw. neu in das Verwaltungshandeln mitaufgenommen werden sollen. Dazu zählen beispielsweise Energiestandards für Neubauten und die Sanierung von Bestandsgebäuden, ökologisch ganzheitliche Sanierungskonzepte wie Quartierskonzeptionen oder Nahwärmeprojekte oder auch Maßnahmen im Bereich der Mobilität wie Car-Sharing-Modelle, On Demand-Verkehre oder Förderung der Elektromobilität.

Im Rahmen der „Gold“ Re-Zertifizierung wurde auch ein nachhaltigkeitspolitisches Arbeitsprogramm über den Bereich Energie und Umwelt hinaus entwickelt, woran sich das Verwaltungshandeln ausrichtet. Ein soziales Nachhaltigkeitsziel ist zum Beispiel die gleichberechtigte Teilhabe, die durch dezentrale Lösungen für Menschen mit Behinderungen oder auch Integrations-, Präventions- und Bildungsangebote gestärkt werden soll. Das Gremium hat in der Sitzung dem Re-Audit des European-Energy-Award zugestimmt und die Nachhaltigkeitsstrategie begrüßt.